Sorgen um Kylian Mbappé vor dem Bayern-Duell
Vor dem entscheidenden Champions-League-Spiel in der Allianz Arena stehen die Zeichen bei Real Madrid auf Kylian Mbappé. Der Offensivstar konnte am Sonntag, den 12. April, nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, was vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern am 15. April um 21 Uhr besorgniserregend ist.
Die Verletzung resultierte aus einer Szene im jüngsten La-Liga-Spiel gegen den FC Girona, das mit 1:1 endete. In der Schlussphase wurde Mbappé bei einem Dribbling im Gesicht mit einem Ellenbogen getroffen, was zu einer blutenden Platzwunde über der rechten Augenbraue führte. Die Wunde musste mit drei Stichen genäht werden. Besonders auffällig ist, dass weder der spanische Schiedsrichter Javier Alberola Rojas noch der VAR in dieser Situation eingriffen.
Diese Entscheidung sorgte nach dem Spiel für heftige Kritik. Real-Trainer Álvaro Arbeloa ließ seinem Unmut über die Situation freien Lauf: „Das ist ein Elfmeter, wie er im Buche steht. Ein weiterer, der uns verwehrt bleibt. Wir verstehen es nicht. Ich verstehe nicht, wie er da nicht eingreifen kann. Er greift immer dann ein, wenn es gerade passt, wenn nicht, dann nicht. Ihr kennt meine Meinung, die Dinge ändern sich nicht. Es ist immer das Gleiche.“
Die sportliche Lage ist ohnehin angespannt. Nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge im April droht Real Madrid, in der Liga den Anschluss zu verlieren. Der ewige Rivale aus Barcelona könnte seinen Vorsprung weiter ausbauen, und die Meisterschaft scheint in eine entscheidende Phase zu gehen. Arbeloa möchte sich jedoch nicht mit dieser Situation abfinden: „Das Gefühl habe ich erst an dem Tag, an dem wir sie verloren haben. Bis dahin kämpfen wir weiter.“
Währenddessen trainierte die Mannschaft auf dem Gelände der Ciudad Real Madrid mit hoher Intensität – zunächst im Kraftraum und anschließend auf dem Platz. Mbappé hingegen absolvierte lediglich individuelle Einheiten im Innenbereich. Auch Thibaut Courtois und Rodrygo befinden sich weiterhin im Reha-Training.
Trotz der Umstände gilt ein Einsatz des Franzosen in München als wahrscheinlich. Mit 45 Torbeteiligungen in 38 Pflichtspielen ist Mbappé ein entscheidender Faktor im Offensivspiel der Spanier. Um den 1:2-Rückstand gegen Bayern zu drehen, benötigt Real Madrid genau diese individuelle Klasse. Arbeloa bringt es auf den Punkt: „Jetzt denken wir an Mittwoch, da braucht es eine enorme Anstrengung, um das Spiel zu gewinnen.“