Spekulationen um Schlotterbeck-Transfer zum FC Bayern
Die Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Borussia Dortmunds Nico Schlotterbeck zum FC Bayern München halten sich hartnäckig. Im Interview äußerte der ehemalige Profi Mario Basler seine Bedenken zu einem solchen Transfer.
In Dortmund betonte Lars Ricken, dass der BVB keine "Wasserstandsmeldungen" zu Schlotterbeck abgeben werde. Zudem stellte er klar, dass es für den Nationalspieler keine Deadline geben werde. Wie Ricken auf die Aussage von Berater Matthias Sammer reagierte, der nur wenige Stunden später eine Deadline forderte, ist nicht bekannt.
Was jedoch klar ist: Die Situation rund um Schlotterbeck bleibt für den BVB angespannt. Er ist nicht nur der größte Publikumsliebling, sondern auch der einzige Stammspieler des Vereins in der Nationalmannschaft und der designierte nächste Kapitän, sofern er bleibt. Trotz eines Vertrags bis 2027 ist ein Verbleib über den Sommer hinaus nicht garantiert. Besonders häufig wird über einen Wechsel zum FC Bayern spekuliert, doch Basler hat Zweifel.
„Ich glaube, ein Linksfuß würde dem FC Bayern als Innenverteidiger gut stehen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob Schlotterbeck viel besser ist als Dayot Upamecano“, sagte Basler in einem exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports. „Wenn Upamecano seine Leistung zeigt, wie in den letzten Wochen und Monaten, gibt es keinen Grund, ihn gehen zu lassen.“
Der Rekordmeister plant, den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Upamecano zu verlängern. „Grundsätzlich bin ich sehr zuversichtlich“, äußerte sich Sportvorstand Max Eberl nach dem 2:2-Unentschieden gegen Mainz und ließ offen, dass eine Einigung möglicherweise noch vor Jahresende erzielt werden könnte.
„Dieses Nadelöhr wird kleiner. Und dann muss er hindurch, nicht daran vorbeigehen. Das wird er schaffen“, so Eberl. Ab dem 1. Januar hat Upamecano jedoch die Möglichkeit, mit anderen Klubs zu verhandeln und theoretisch einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Basler sieht für die Bayern hier eine potenzielle Gefahr.
„Upamecano dürfte verlängern, es sei denn, Paris zeigt Interesse, da sie wahrscheinlich mehr Geld bieten können“, spekulierte der Ex-Profi. „Aber letztlich liegt die Entscheidung beim Spieler. Was ist für ihn das Beste?“ Es bleibt die Frage, ob Schlotterbeck mit seiner Entscheidung abwartet, was Upamecano tun wird. Das wäre denkbar.
Basler bleibt jedoch skeptisch: „Ich bin mir nicht sicher, ob Schlotterbeck unbedingt besser ist als Dayot Upamecano, außer dass er ein deutscher Nationalspieler ist. Und die Bayern hätten gerne alle deutschen Nationalspieler in ihren Reihen.“ In der Abwehr würde Schlotterbeck neben Jonathan Tah spielen, einem Duo, das im DFB-Team von Julian Nagelsmann derzeit erste Wahl ist.