SV Werder Bremen: Abschluss der ersten Bauphase in der Pauliner Marsch

SV Werder Bremen: Abschluss der ersten Bauphase in der Pauliner Marsch

Der SV Werder Bremen hat erfolgreich die erste große Baumaßnahme in der Pauliner Marsch abgeschlossen. Die Arbeiten am neuen Leistungszentrum sind nun abgeschlossen.

Bremen – Ein bedeutender Meilenstein im größten Infrastrukturprojekt des Vereins seit dem Umbau des Weserstadions wurde erreicht: In der vergangenen Woche wurden drei brandneue Kunstrasenplätze fertiggestellt und für den Trainingsbetrieb freigegeben. Diese befinden sich nur einen Steinwurf von „Platz 11“ entfernt, wo in den letzten sechs Monaten Bagger und andere Maschinen im Einsatz waren. Die gepflasterte Vorfläche der neuen Anlage beeindruckt bereits jetzt: Die grauen Steine sind so angeordnet, dass sie eine überdimensionale Werder-Raute bilden. Tarek Brauer, Geschäftsführer für Organisation und Personal, betont, dass jeder Besucher beim Betreten der neuen, sattgrünen Spielflächen die Identität des Vereins spüren soll.

Der Neubau der drei Kunstrasenplätze kostete den Bundesligisten neun Millionen Euro. Laut Verein bieten diese Plätze eine besonders langlebige und widerstandsfähige Spielfläche und sind mit nachhaltigen LED-Flutlichtanlagen ausgestattet. Zudem stand das Thema Nachhaltigkeit durch gezielte Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz im Fokus. Mehr als drei Kilometer Drainageleitungen und zusätzliche Retentionsflächen sorgen für einen verbesserten Wasserabfluss auf dem Gelände. Speziell entwickelte „Klimasteine“ nehmen Regenwasser auf, speichern es und geben es bei Sonneneinstrahlung durch Verdunstung wieder ab.

Die neuen Plätze bieten nicht nur bessere Bedingungen, sondern auch die Flächen dazwischen wurden optimiert. Zuschauer genießen jetzt deutlich mehr Komfort und Platz. Zuvor mussten sie sich oft dicht an einen Metallzaun drängen, um die Spiele zu verfolgen, was ein Sicherheitsrisiko darstellte. Die Freude über den Abschluss des ersten Bauabschnitts in der Pauliner Marsch ist bei Werder Bremen groß. „Nach vielen intensiven Monaten harter Arbeit ist es ein tolles Gefühl, hochmoderne Trainingsplätze fertigzustellen, die unsere Arbeit auf ein neues Niveau heben werden“, so Tarek Brauer. Er fügt hinzu, dass dies nicht nur Werder, sondern auch dem Breitensport und den Freizeitsportlern zugutekommen wird. „Wir glauben, dass wir die gesamte Pauliner Marsch aufwerten und etwas schaffen, das vielen Menschen Freude bereitet.“

Insgesamt investiert der SV Werder Bremen 42 Millionen Euro in die Baumaßnahmen in der Pauliner Marsch. Davon entfallen rund neun Millionen Euro auf den Neubau der Kunstrasenplätze. Die Modernisierung der Gebäude und Anlagen auf „Platz 11“ soll zehn Millionen Euro kosten, während der Bau des neuen Werder-Campus mit einem Gesamtvolumen von 23 Millionen Euro veranschlagt ist. Die ausgegliederte KG des SV Werder Bremen ist mit rund 32 Millionen Euro beteiligt, ein Großteil davon ist kreditfinanziert. Auch der eingetragene Verein trägt einen Teil der Kosten. Die Stadt Bremen beteiligt sich mit 2,5 Millionen Euro an der Sanierung der Bestandsgebäude auf „Platz 11“, was Brauer als „starkes Zeichen“ wertet.

Nach der Fertigstellung der neuen Kunstrasenplätze wird in den kommenden Monaten am Osterdeich die Modernisierung weiterer Bestandsgebäude auf „Platz 11“ sowie der Bau des neuen Werder-Campus fortgesetzt. Aktuell wartet Bremen noch auf die Erteilung der Baugenehmigung. Es ist geplant, dass alle Baumaßnahmen bis 2027 abgeschlossen werden. Im November steht jedoch zunächst das Richtfest auf „Platz 11“ im Terminkalender.

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