Thierry Henrys überraschende Aussagen über Michael Olise und den FC Bayern
Eine französische Fußballlegende, die den FC Bayern bewundert, sorgt aktuell mit ihren Äußerungen über Michael Olise für Aufregung und Verwunderung.
München – Als Trainer der französischen U21-Nationalmannschaft schwärmte Thierry Henry vor knapp zwei Jahren in einem Interview vom FC Bayern, als er auf den Verein seines damaligen Schützlings Mathys Tel angesprochen wurde. Auf die Frage, welchen internationalen Klub er besonders schätze, antwortete der Weltmeister von 1998: „Ich denke, ich werde mich für Bayern entscheiden. Ich bin seit über 20 Jahren im Fußball. Alles, was dieser Verein tut, ist erstaunlich, weil er es ständig tut, mit der Siegermentalität und der Intensität, die er in jedem Champions-League-Spiel auf den Platz bringt.“
Der ehemalige Spieler von Arsenal und Barcelona fügte hinzu: „Wenn ich mir erfolgreiche Vereine wie Real Madrid, Liverpool, City oder Barcelona ansehe, stelle ich fest, dass die meisten ihrer Superstar-Spieler für extrem hohe Summen verpflichtet wurden, wie Bellingham, Haaland und Neymar. Im Gegensatz dazu hat Bayern Tel, Musiala, Lewandowski, Kimmich und Davies für insgesamt weniger als 50 Millionen Euro verpflichtet. In den letzten Jahren haben sie Spieler wie Alaba, Müller und Lahm hervorgebracht, ohne dass der Verein einen Besitzer hatte, da er von seinen Mitgliedern geführt wird. Das ist erstaunlich.“
Diese Aussagen erfreuten die Fußballromantiker und insbesondere die Anhänger des FC Bayern. Umso überraschender ist nun der offenbar gewandelte Standpunkt des 48-jährigen Franzosen. Henry war vor Michael Olises Wechsel zum FC Bayern dessen Coach und Förderer in der U21-Nationalmannschaft, und gemeinsam feierten sie den Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris im August 2024. Es wird berichtet, dass zwischen den beiden eine enge Bindung besteht.
Nach Henrys Aussagen im Interview vom Oktober 2023 könnte man vermuten, dass er Olise den Wechsel von Crystal Palace zu Bayern nahegelegt hatte. Doch überraschenderweise äußerte er eine andere Meinung. Bei der Analyse von Olises Leistung im Spiel gegen Paphos FC, das Bayern mit 5:1 gewann, lobte er zwar dessen Spielweise, machte jedoch eine unerwartete Empfehlung.
„Michael ist ein besonderer Junge. Ich kann nicht verstehen, warum die Top-Klubs in der Premier League ihn nicht verpflichtet haben. Es ist fair gegenüber Trainer Vincent Kompany und Bayern München, aber dieser Spieler sollte in der Premier League spielen! Ich verstehe es nicht, aber es ist natürlich gut für Bayern München.“ Für Henry gehört der 23-Jährige in die „beste Liga der Welt“.
Ob Michael Olise großen Wert auf derartige Ratschläge legt, ist unklar. Sicher ist jedoch, dass er sich beim FC Bayern sportlich wohlfühlt und innerhalb der Mannschaft hohes Ansehen genießt. Der französische Nationalspieler hat an der Säbener Straße einen Vertrag bis 2029, den die Verantwortlichen des FC Bayern – verbunden mit einer lukrativen Gehaltserhöhung – noch verlängern möchten.
Henry ist der Meinung, dass eine Rückkehr in die englische Premier League für seinen ehemaligen Schützling nur eine Frage der Zeit sei. England betrachtet den Aufenthalt seines Fußballhelden Harry Kane als ein „Missverständnis“. Auch der in England ausgebildete deutsche Nationalspieler Jamal Musiala fühlt sich in der Bundesliga und in München sehr wohl. Zudem haben die Premier-League-Neuzugänge Luis Díaz und Nicolas Jackson ähnliche Äußerungen getätigt. Darüber hinaus gibt es in manchen Aspekten durchaus Ähnlichkeiten zwischen Olise und seinem Landsmann sowie FC Bayern-Legende Franck Ribéry.
Trotz des oft zitierten „Wettbewerbsnachteils Bundesliga“ hat der FC Bayern erstklassige Argumente für internationale Topspieler: Eine wunderschöne Stadt und Region, hervorragende Gehälter und unter Trainer Vincent Kompany eine Mannschaft mit „Siegermentalität und Intensität“, die dies „in jedem Champions-League-Spiel auf den Platz bringt“ (Zitat Henry).
Die Bundesliga belegt in der UEFA-1-Jahreswertung für die laufende Europapokalsaison derzeit den zweiten Platz, nur knapp hinter der Premier League. Die Stadien der Bundesliga sind in der Regel voller und stimmungsvoller als die in England.