Timo Becker spricht über seine Rückkehr nach Verletzung
Gelsenkirchen – Timo Becker, Verteidiger von Schalke, hat nach seiner schweren Knieverletzung offen über seine Gefühlslage und den Weg zurück auf den Platz gesprochen. Der 28-Jährige zog sich beim 1:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth einen Innenbandriss im rechten Knie zu, nachdem er zu Beginn der Partie unglücklich mit seinem Mitspieler Ron Schallenberg zusammenprallte.
Der Zeitpunkt der Verletzung könnte kaum ungünstiger sein. Becker befand sich in Topform und galt als einer der Eckpfeiler der derzeit besten Abwehr der 2. Bundesliga. In einem Interview mit den Vereinsmedien erklärte der Innenverteidiger: „Für mich war es extrem blöd, weil es gerade in der Phase war, wo wir alle gut reinkamen und ich zu der Stärke zurückgefunden habe, wo ich ganz oben meine Performance abrufen konnte.“
Die Diagnose traf ihn hart, auch mental. „Und dann in einem Spiel so unglücklich rauszugehen, hat mich natürlich erstmal sehr niedergeschlagen“, gab Becker ehrlich zu. Dennoch bleibt der Schalker kämpferisch und nutzt seine mentale Stärke, um sich auf die Rückkehr vorzubereiten: „Von Tag eins denke ich nur an das Ziel, das ich erreichen will. Das Ziel ist, so schnell wie möglich auf dem Platz zu stehen.“
Becker, der als Musterprofi und Identifikationsfigur auf Schalke gilt, lässt sich von diesem Rückschlag nicht entmutigen. „Im Kopf muss man immer positiv bleiben, weil wir leben unseren Traum und da gehört so etwas dazu“, betonte er weiter. Seine Entschlossenheit ist spürbar: „Deswegen stehe ich jeden Morgen auf und habe Lust zu arbeiten, damit ich schnell wieder dem Team helfen kann.“
Während seine Teamkollegen weiterhin punkten und zuletzt sogar auf einen Aufstiegsplatz kletterten, arbeitet Timo Becker hart an seinem Comeback in der Rehabilitation. Wann er zurückkehren wird, ist noch ungewiss, aber eines ist klar: Der Fanliebling wird alles daransetzen, bald wieder im königsblauen Trikot auf dem Platz zu stehen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal)