Trauer um Marios Oikonomou: Ehemaliger griechischer Nationalspieler verstorben
Der griechische Fußball trauert um Marios Oikonomou, einen ehemaligen Nationalspieler, der im Alter von 33 Jahren tragisch ums Leben kam.
München – Der internationale Fußball hat einen seiner einstigen Hoffnungsträger verloren. Aus Griechenland erreicht die Sportwelt eine traurige Nachricht: Der ehemalige Profi Marios Oikonomou, der in mehreren europäischen Top-Ligen spielte, ist im jungen Alter von 33 Jahren bei einem Motorradunfall verstorben.
Oikonomou erlag am Montag, dem 1. Juni, seinen schweren Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte. Neun Tage zuvor, am 23. Mai, war der 33-Jährige in seiner Heimatstadt Ioannina im Nordwesten Griechenlands mit seinem Motorrad gegen ein Auto geprallt. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu und wurde auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt. Die Hirnschäden erwiesen sich als irreversibel.
Der Innenverteidiger hatte über die Jahre eine respektable Karriere in Europa aufgebaut. 2013 wechselte er von seinem Heimatverein PAS Giannina zum Serie-A-Klub Cagliari Calcio. Es folgten Stationen bei FC Bologna, SPAL Ferrara, Bari und Sampdoria Genua, wo er insgesamt 49 Einsätze in der italienischen Serie A absolvierte. 2022 wurde er schließlich dänischer Meister mit dem FC Kopenhagen und feierte damit seinen größten Titel.
Für die griechische Nationalmannschaft bestritt Oikonomou sechs Länderspiele. Sein Debüt gab er am 24. März 2016 unter dem deutschen Nationaltrainer Michael Skibbe. 2024 beendete er seine aktive Karriere bei Panetolikos – kaum zwei Jahre später folgt nun die traurige Nachricht seines Todes.
Sein Jugendverein PAS Giannina, dessen Vorsitzender sein Vater Giorgos Oikonomou ist, gab den Tod in einer bewegenden Vereinsmitteilung bekannt: „Heute trauert die Familie von PAS Giannina. Marios Oikonomou, ein junger Mann, der sich die Liebe und den Respekt von uns allen verdient hatte, hat uns viel zu früh verlassen. Wir haben gemeinsam Momente der Freude, des Einsatzes und des Kampfes erlebt.“
Der griechische Fußballverband bekundete auf der Plattform X sein Beileid über den Tod Oikonomous. Er habe sich während seiner Karriere neben seiner fußballerischen Klasse besonders durch seine Integrität, Professionalität und sein Lächeln ausgezeichnet – „Eigenschaften, die ihm die Wertschätzung und den Respekt seiner Mitspieler, Trainer und Fans einbrachten“, hieß es. Auch die UEFA sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. Erst kürzlich starb ein weiterer griechischer Ex-Nationalspieler an der Nervenkrankheit ALS.