U16-Algarve-Cup: Deutschland unterliegt Portugal, Bayern-Talente stechen hervor
Die deutsche U16-Nationalmannschaft musste sich im Finale des Algarve Cups Portugal mit 1:3 geschlagen geben. Dennoch konnten die Bayern-Talente Filip Pavic und Vedad Turbic die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und überstrahlten dabei Cristiano Junior, den Sohn des Fußballsuperstars Cristiano Ronaldo.
Im portugiesischen Vila Real de Santo Antonio lag der Fokus der Fans und Berater auf dem 15-jährigen Cristiano Junior, der gegenwärtig für Al-Nassr spielt. Die Begeisterung war so groß, dass junge Mädchen seinen Namen in einer Art Groupie-Manier riefen. Selbst seine Großmutter Maria Dolores wurde auf der Tribüne zum begehrten Motiv für Selfies.
Auf dem Spielfeld spielte Ronaldo Jr. jedoch eine untergeordnete Rolle. Obwohl Portugal das Finale gegen Deutschland gewann, wurde der Sohn des mehrfachen Weltfußballers erst in der 70. Minute eingewechselt und fiel neben einem guten Torschuss durch mangelndes Tempo und ungeschickte Bewegungen auf.
Im Gegensatz dazu stellten die Talente der DFB-Auswahl Ronaldo Jr. in den Schatten. Besonders hervorzuheben sind zwei Spieler, die beim FC Bayern aktiv sind.
Filip Pavic (16): Der Innenverteidiger führte die deutsche U16 teilweise als Kapitän aufs Feld. Er ist ein Spieler mit Führungsqualitäten und starker Mentalität, der in Zweikämpfen und bei Kopfballduellen für sein Alter sehr stark ist. Zudem zeigt er auch am Ball eine hohe Konstanz und hat beim DFB sogar auf der Sechs gespielt. Er gilt als großes Talent.
Vedad Turbic (15): Der Mittelstürmer erzielte beim Turnier drei Tore und brachte die DFB-Auswahl gegen Portugal in Führung. Er ist beidbeinig, hat einen starken Abschluss und beweist trotz seiner Größe Beweglichkeit. Auch seine Spielintelligenz sticht hervor.
Ein weiteres auffälliges Offensivtalent, Linus Güther (15), der bei Union Berlin auf dem Weg zum Profi ist, wurde von Bayern nach Informationen der tz vor kurzer Zeit abgelehnt. Beim Algarve Cup zeigte er seine Fähigkeiten, indem er zwei Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete. Güther überzeugt durch Spielintelligenz, einen starken Antritt, Dribbelstärke und einen ausgeprägten Torinstinkt. Er erinnert an den Liverpool-Star Florian Wirtz, hat jedoch mehr Tempo.