Uli Hoeneß äußert sich zur AfD

Uli Hoeneß äußert sich zur AfD

Uli Hoeneß ist bekannt für seine klare Meinung. In einem Interview hat der ehemalige Manager des FC Bayern München eine bemerkenswerte Aussage zur AfD gemacht.

München – Als Manager des FC Bayern München gilt Uli Hoeneß als Legende. Unter seiner Führung verwandelte sich der finanzschwache Verein der 80er Jahre in einen der besten und wohlhabendsten Klubs Europas, der für sein legendäres Festgeldkonto bekannt ist. Seine Erfolge sind nicht nur auf sein sportliches und wirtschaftliches Know-how zurückzuführen, sondern auch auf seine Fähigkeit, mit voller Überzeugung für die Farben seines Vereins einzustehen. Auch wenn er dabei gelegentlich über das Ziel hinausschoss, gab ihm der Erfolg recht.

In den letzten Jahren häufen sich jedoch die Fälle, in denen seine Aussagen, die oft als provokant empfunden werden, für Unruhe sorgen. Ob es um voreilige Meisterschaftsproklamationen oder Vertragsdetails eines Nicolas Jackson ging, diesmal sorgt eine politische Äußerung für Aufsehen, in der er sich eine Regierungsverantwortung der AfD vorstellen kann.

„Ich finde es ganz gut, wenn sie in dem einen oder anderen Land jetzt mal dran kommen. Dann kann man sie nämlich packen“, äußert Hoeneß im Spiegel-Interview zur AfD. „Bis jetzt sind das alles Schaumschläger, die sich immer schön durchlavieren, aber noch nie bewiesen haben, dass sie es auch können.“

Selbst wenn die AfD bei der Wahl im Herbst in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erlangen sollte, wäre ihm nicht bange. „Dann werden sie demaskiert. Ich bin sowieso der Meinung, man solle die AfD nicht verbieten, sondern wegregieren.“ Dies könnte jedoch ein riskantes Spiel sein, da die Geschichte viele Beispiele kennt, in denen demokratisch legitimierte Parteien sich undemokratisch verhielten.

Die aktuelle Stärke der rechtsaußen Partei sieht er in der Schwäche der regierenden Parteien, insbesondere der SPD: „Wenn die Linken in dieser Partei nicht begreifen, dass sie in der Regierung sind, um Deutschland voranzubringen, und nicht, um ihre Ideologie durchzusetzen, dann wird das nichts“.

Seine persönliche Haltung ist jedoch klar: Er würde sich „total abgrenzen gegen alles Rechtsradikale, was in dieser Partei steckt“, betont er. „Leute wie Höcke würden mir nicht durch die Wohnungstür kommen.“ An anderer Stelle deutet er an, dass er in Erwägung ziehen würde, Deutschland zu verlassen, sollte die AfD an die Macht kommen. Seine Familie besitzt seit fast 50 Jahren eine Wohnung in der Schweiz, die „gegebenenfalls eine Alternative“ wäre.

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