Uli Hoeneß äußert sich zur Liverpooler Transferpolitik und Florian Wirtz' Situation

Uli Hoeneß äußert sich zur Liverpooler Transferpolitik und Florian Wirtz' Situation

Uli Hoeneß hätte Florian Wirtz gerne beim FC Bayern München gesehen. Der deutsche Nationalspieler entschied sich jedoch für einen Wechsel zu Liverpool, worüber der 73-Jährige nun deutliche Worte findet.

Der 22-jährige Wirtz war lange Zeit der Wunschspieler von Ehrenpräsident Uli Hoeneß. In den letzten Jahren pflegte er ein gutes Verhältnis zu Wirtz' Vater und Berater, Hans-Joachim. Vor der Wechselentscheidung im Sommer gab es zahlreiche Gespräche und Treffen zwischen den beiden.

Letztendlich wählte Wirtz jedoch den englischen Meister FC Liverpool, wo seine bisherige Zeit alles andere als erfolgreich verläuft. Nach 17 Pflichtspielen wartet er bis Anfang Dezember noch auf seinen ersten Treffer im Trikot der Reds. Das gesamte Team steckt in einer Krise, und auch der Trainer Arne Slot steht unter Druck.

Am vergangenen Wochenende konnte Liverpool mit einem 2:0-Sieg gegen den Abstiegskandidaten West Ham United einen kleinen Befreiungsschlag erzielen. Wirtz kehrte nach einer Muskelverletzung, die er sich in der Nationalmannschaft zugezogen hatte, zurück und stand direkt in der Startelf. Dabei musste der Superstar Mo Salah auf die Bank. Bis zu seiner Auswechslung nach 75 Minuten gelang Wirtz zwar kein Scorerpunkt, dennoch war er eine der aktivsten Figuren im Spiel.

Ungeachtet dessen, ob dieser Sieg eine Wende für Liverpool darstellt, äußerte sich Uli Hoeneß erneut kritisch zur Transferpolitik des Klubs. Bei den ‚Power Days‘ in der Münchner Olympiahalle sagte er: „Die haben 500 Millionen ausgegeben und spielen eine katastrophale Saison. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass nur noch Superstars im Team sind. Es gibt nur Häuptlinge, aber keine Indianer.“

Hoeneß fügte hinzu: „Ich sage immer: In Liverpool müssen sie demnächst mit fünf Bällen spielen, weil die Stars keinen Ball mehr hergeben wollen. Der arme Florian Wirtz bekommt da gar keinen Ball, weil Salah und Szoboszlai und wie sie alle heißen, mit ihrem eigenen Ball spielen wollen.“

Außerdem sprach Hoeneß über die Zukunft von Harry Kane, über die in den letzten Wochen viel diskutiert wurde: „Wir gehen davon aus, dass er seinen Vertrag bis 2027 auf jeden Fall erfüllt. Und wenn es nach uns geht – und ich habe gehört, dass es auch nach ihm geht – dann wird er den Vertrag verlängern.“

Kane selbst hatte zuletzt einen vorzeitigen Abgang vom Rekordmeister ausgeschlossen und sich bereit für Vertragsgespräche erklärt, die jedoch erst im kommenden Jahr stattfinden sollen. Theoretisch könnte der 32-Jährige im nächsten Sommer mittels einer Ausstiegsklausel in Höhe von 65 Millionen Euro wechseln, die er jedoch bis Ende Januar 2026 aktivieren müsste.

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