Uli Hoeneß lobt Harry Kane nach DFB-Pokalsieg
Die graue Eminenz des FC Bayern, Uli Hoeneß, ist nach dem DFB-Pokalfinale wieder in aller Munde. Der große Sieg der Bayern sorgte für Freude und Lob, das andere nur erhoffen können.
Berlin – Der Name Uli Hoeneß schwebte über dem DFB-Pokalfinale wie schon lange nicht mehr über einem Spiel des FC Bayern. Der Grund für die allgemeine Zufriedenheit lag vor allem am Sieg der Bayern, den der herausragende Stürmer Harry Kane mit drei Toren maßgeblich sicherte. Dies führte selbst beim sonst kritischen Hoeneß am ARD-Mikrofon zu überschwänglichem Lob.
„Das ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben“, äußerte Hoeneß nach dem Spiel über Kane. Diese Aussage hat Gewicht, insbesondere wenn sie von jemandem kommt, der 30 Jahre lang als Manager des FC Bayern tätig war. Viele Top-Transfers gehen auf sein Konto, doch der Wechsel von Harry Kane war ein besonderer Fall, da er in einer Phase stattfand, als der FC Bayern im Sommer 2023 weder einen offiziellen Sportdirektor noch einen Sportvorstand hatte.
Die Tatsache, dass Max Eberl zum Zeitpunkt der Verpflichtung Kanes noch als Geschäftsführer Sport in Leipzig tätig war, hat in Anbetracht der aktuellen Diskussionen eine gewisse Komik. Wäre Eberl bereits bei Bayern im Amt gewesen, hätte Hoeneß möglicherweise die Chancen für eine Vertragsverlängerung nicht nur bei „60 zu 40“ gesehen. Die Verpflichtungen von Vincent Kompany und Luis Díaz scheinen hingegen nicht das gleiche Gewicht zu haben.
Doch genug von Eberl, der auch rund um das Pokalfinale zahlreiche Erklärungen abgeben musste. Stattdessen sollten wir uns über die positive Rückmeldung freuen, die Hoeneß für einmal erhielt. Auf die Frage nach einem angeblichen Interesse des FC Barcelona an Harry Kane und einem möglichen Preis antwortete Hoeneß beinahe irritiert: „Nein, natürlich nicht. Der FC Bayern ist ein Käuferverein, kein Verkäuferverein.“
Es ist auch bemerkenswert, dass der FC Barcelona den Transfer von Kane nach München überhaupt erst notwendig machte, nachdem sie vor einem Jahr Robert Lewandowski für 45 Millionen Euro von Bayern verpflichtet hatten. Dies könnte in der Euphorie nach dem Pokalsieg leicht vergessen werden. Zudem bemerkte Hoeneß, dass „Barcelona gar kein Geld hat. So geht es schon mal los.“