Unzufriedenheit in Fußball-Deutschland nach Gruppensieg
Nach der Niederlage gegen Ecuador zeigt sich Fußball-Deutschland trotz des Gruppensiegs unzufrieden. Bayern-Profi Josip Stanisic hat jedoch Vertrauen in die DFB-Elf und glaubt, dass sie „alles zu“ erreichen kann.
Boston – Nach dem beeindruckenden 7:1-Sieg im WM-Auftaktspiel gegen Curacao und einem Last-Minute-Erfolg über die Elfenbeinküste verlor die DFB-Mannschaft ihr abschließendes Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2. Diese Niederlage hat die Euphorie in Fußball-Deutschland stark gedämpft, obwohl bereits zuvor mit sechs Punkten der Gruppensieg gesichert wurde. In den letzten beiden Weltmeisterschaften war die deutsche Mannschaft bereits in der Gruppenphase gescheitert, was die Situation noch verstärkt.
Vor dem Sechzehntelfinalspiel der DFB-Elf gegen Paraguay in Boston am 29. Juni um 22:30 MEZ äußerte sich der FCB-Spieler Josip Stanisic im Gespräch mit dem kicker , dass er Deutschland nach wie vor als gefährliche Mannschaft einschätzt. Der gebürtige Münchner hat mit Kroatien, dem WM-Dritten, ebenfalls die K.-o.-Runde erreicht und möchte mit seiner Nationalmannschaft ebenfalls angreifen.
Zur aktuellen Situation der deutschen Auswahl sagte der 26-Jährige: „Es gibt immer etwas Negatives, wenn man danach sucht. Ein Sieg gegen Ecuador wäre wünschenswert gewesen, aber letztendlich sind sie Erster in einer sehr schwierigen Gruppe, was nicht unterschätzt werden darf. Ich traue den Deutschen alles zu; man sollte sie nie abschreiben.“
Der vielseitig einsetzbare Defensivspieler fügte hinzu: „Es ist genügend Qualität und Potenzial vorhanden. Wenn sie als Mannschaft spielen und jeder, so wie wir Kroaten, in jedem Spiel alles gibt, können sie sehr weit kommen. Jeder Fehler kann entscheidend sein, aber ebenso jede gute Aktion.“
Auch seiner kroatischen Auswahl, die bei den letzten beiden Weltmeisterschaften die besten Ergebnisse ihrer Geschichte erzielte und die Plätze zwei und drei belegte, traut der Bayern-Star viel zu: „Das Wichtigste war, die Gruppenphase zu überstehen; danach ist alles möglich, wie wir in den vergangenen beiden Weltmeisterschaften gezeigt haben. Wir hoffen, dass wir das erneut schaffen. Tagesform und ein Quäntchen Glück spielen ab jetzt eine große Rolle.“
Während den Deutschen im Achtelfinale gegen Paraguay der WM-Favorit Frankreich droht, stehen auch die nächsten kroatischen Hürden sehr hoch: Zunächst geht es gegen Nations-League-Gewinner Portugal mit Cristiano Ronaldo, gefolgt von einem möglichen Gegner im Sechzehntelfinale, dem Europameister Spanien, der gegen Österreich antreten muss.