USA eröffnet Gruppe D der WM 2026 mit starken Gegnern
Die USA eröffnen Gruppe D der WM 2026 vor heimischem Publikum. Auf die Gastgeber warten jedoch mit der Türkei, Paraguay und Australien starke Gegner.
Los Angeles – Die WM 2026 wird in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Ereignis. Das Turnier findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt und wird damit erstmals von drei Gastgebern ausgerichtet. Zudem wird die Teilnehmerzahl auf 48 Nationen erhöht, was zu insgesamt 104 Spielen innerhalb von 39 Tagen führt.
In Gruppe D treffen die USA, Paraguay, Australien und die Türkei aufeinander. Die Spiele werden in vier Stadien in zwei Ländern ausgetragen: im SoFi Stadium in Los Angeles, im Lumen Field in Seattle, im Levi’s Stadium in Santa Clara bei San Francisco und im BC Place Stadium in Vancouver. Die USA spielen ihr Eröffnungsspiel sowie ihr letztes Gruppenspiel in Los Angeles, während sie zwischen diesen Spielen nach Seattle reisen. Australien beginnt in Kanada gegen die Türkei, Paraguay wechselt zwischen Los Angeles und Santa Clara, und auch die Türken reisen über Vancouver und Kalifornien.
Die USA gehen als Gastgeber mit dem größten Fokus in diese Gruppe D. Das Team bringt nicht nur den Heimvorteil, sondern auch internationale Erfahrung mit Spielern wie Christian Pulisic, Weston McKennie und Chris Richards mit. Der Druck ist jedoch enorm, da im eigenen Land mindestens der Einzug in die K.-o.-Phase erwartet wird. Angesichts der Gruppengegner Türkei, Paraguay und Australien bleibt die Herausforderung groß, doch die Chancen auf das Weiterkommen sind hoch.
Auch die Türkei hat in dieser Gruppe den klaren Anspruch, sich direkt für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren. Dies liegt besonders am spielerischen Talent mit Stars wie Arda Güler, Kenan Yildiz und Hakan Çalhanoğlu. Obwohl die Türken den Umweg über die WM-Playoffs nehmen mussten, reisen sie nun erstmals seit 2002 wieder zu einer Weltmeisterschaft. In Gruppe D gilt die Türkei dennoch als einer der Favoriten.
Paraguay könnte in Gruppe D zum Stolperstein werden. Die Südamerikaner sicherten sich in der CONMEBOL-Qualifikation als Sechster das letzte direkte WM-Ticket und überzeugten dabei besonders defensiv, indem sie in 18 Spielen nur zehn Gegentore zuließen. Für Paraguay ist es die erste WM-Teilnahme seit 2010, als sie bis ins Viertelfinale vordrangen. Auch diesmal wird die Mannschaft eher über Disziplin, Robustheit und knappe Spiele kommen als über Spektakel. Gerade in einer ausgeglichenen Gruppe könnte dies ein großer Vorteil sein.
Australien geht nominell als Außenseiter in diese WM-Vorrunde, doch genau das macht die Socceroos gefährlich. Die Mannschaft nimmt zum siebten Mal an einer WM teil und erreichte bereits 2022 das Achtelfinale. In der Qualifikation blieb Australien in 15 von 16 Spielen ungeschlagen. Für Gruppe D bedeutet dies: Trotz ihres Underdog-Status wird keine Mannschaft Spaß daran haben, gegen Australien zu spielen.