Verletzungsschock für Borussia Dortmund: Dana Marquardt fällt lange aus
Borussia Dortmund sieht sich einem neuen Verletzungsschock gegenüber. Ein Schlüsselspieler aus der Offensive wird für längere Zeit ausfallen.
Die Frauenmannschaft des BVB erfüllte am vergangenen Spieltag ihre Pflicht mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen den FSV Gütersloh. Doch gestern folgte die niederschmetternde Diagnose für Dortmunds Top-Torjägerin Dana Marquardt. Die Stürmerin, die zur Halbzeit aufgrund einer Verletzung ausgewechselt wurde, hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird monatelang ausfallen.
Die WAZ berichtete über die Regionalliga-Mannschaft, die nach elf Spieltagen auf dem zweiten Platz steht und weiterhin Hoffnungen auf die Meisterschaft hegen darf. Dieses Ziel wird nun jedoch erheblich schwieriger zu erreichen sein. Bislang erzielte Dana Marquardt vierzehn Tore und ist damit nicht nur die erfolgreichste Torschützin des BVB, sondern auch der gesamten Regionalliga West.
Auf Platz zwei folgt Rita Schumacher mit dreizehn Treffern, während Jocelyn Hampel für Arminia Bielefeld elf Tore erzielt hat. Bereits beim 2:0-Sieg in Gütersloh war das Fehlen Marquardts deutlich zu spüren; der BVB war in der zweiten Halbzeit deutlich weniger torgefährlich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff blieb Marquardt im Rasen hängen und griff sich sofort an das rechte Knie.
Obwohl sie die wenigen Minuten bis zur Halbzeit noch durchhielt, brach sie unmittelbar in dem Moment zusammen, als es in die Kabine gehen sollte. Zunächst hatten die Verantwortlichen des BVB, allen voran Trainer Markus Högner, gehofft, dass die Verletzung nicht schwerwiegend sein würde. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht.
Die Diagnose eines Kreuzbandrisses wurde gestern von Borussia Dortmund öffentlich gemacht, und das Team wird nun für Monate ohne seine effizienteste Stürmerin auskommen müssen. Kapitänin Paula Reimann äußerte nach dem letzten Spiel, dass der Ausfall von Marquardt „super schwer“ wiege und sie wie ihr Trainer auf das Ausbleiben schlechter Nachrichten gehofft habe, was sich nun als Illusion herausstellte.
Teamleiterin Svenja Schlenker betonte, dass Marquardt nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit im Team fehlen werde. Marquardt war vor der Saison vom Hamburger SV – dem heutigen Gegner der Männer des BVB – nach Westfalen gewechselt und hatte sofort überzeugt. Sie war eine von nur drei Spielerinnen, die beim BVB in allen Partien in der Startelf stand.
Die WAZ spekuliert, dass die Verantwortlichen nun nach zusätzlichen Verpflichtungen für die Offensive suchen werden. Die Ausfallzeit bei einem Kreuzbandriss beträgt im Frauenfußball in der Regel neun bis zwölf Monate, und die Saison in der Regionalliga West ist noch lang.