VfB Stuttgart: Junge Talente auf Leihbasis für Entwicklung
Einige junge Spieler des VfB Stuttgart, darunter Eliot Bujupi, müssen sich zunächst woanders beweisen. Dieses Konzept könnte sich als erfolgreich erweisen.
Stuttgart – Immer wieder wird die Diskussion laut, warum es dem VfB Stuttgart nicht gelingt, junge Talente aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft zu integrieren. Stattdessen verpflichten die Schwaben häufig Nachwuchsspieler aus dem Ausland. Diese Fragen stellen sich nicht nur die Verantwortlichen des VfB, sondern auch viele andere Bundesligisten.
Die Identität des VfB Stuttgart ist stark mit den Erfolgen der jungen Talente in den frühen 2000er-Jahren verknüpft. Daher wird rund um das Klubhaus mit dem charakteristischen roten Dach besonders kritisch auf die Jugendarbeit geschaut. Auch wenn die Schwaben ihre Eigengewächse verleihen oder mit Rückkaufoptionen transferieren, um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen.
Ein Beispiel ist Eliot Bujupi, der auf Leihbasis zum belgischen Erstligisten KVC Westerlo gewechselt ist. Der 19-jährige Stürmer erzielte in der vergangenen Saison 10 Tore in 11 U19-Ligapartien und bereitete zudem 7 Tore vor. Diese starke Bilanz bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Bujupi bereits bereit für die Bundesliga ist.
In der Stuttgarter zweiten Mannschaft in der 3. Liga wurde er häufig nur eingewechselt und erzielte in acht Partien zwei Tore. Der Angreifer, der bereits die Möglichkeit hatte, bei der A-Nationalmannschaft des Kosovo zu spielen, hat nun die Chance, aus Belgien weitere Signale an die Verantwortlichen in Stuttgart zu senden.
KVC Westerlo hat zwar eine Kaufoption für Bujupi, dennoch bedeutet dies nicht zwangsläufig einen endgültigen Abschied vom VfB. Die Stuttgarter haben sich eine Rückkaufoption gesichert, die nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, im niedrigen Bereich liegen soll. Damit bleibt das Risiko, Entwicklungsspieler an andere Vereine zu verleihen, überschaubar.
Neben Bujupi hat Stuttgart auch andere Talente verliehen: Dennis Seimen (SC Paderborn), Laurin Ulrich (1. FC Magdeburg) und Jarzinho Malanga (SV Elversberg) können sich in der 2. Bundesliga für größere Aufgaben empfehlen. Jovan Milosevic spielt derzeit leihweise bei Partizan Belgrad und hat in den letzten vier Ligaspielen mit drei Toren auf sich aufmerksam gemacht. Luca Raimund wechselte unter der Bedingung einer Rückkaufoption zu Fortuna Düsseldorf, während Benjamin Boakye zu Arminia Bielefeld wechselte, über die Transfermodalitäten jedoch keine Informationen bekannt sind.