VfB Stuttgart: Lehren aus der Niederlage in Istanbul

VfB Stuttgart: Lehren aus der Niederlage in Istanbul

Fabian Wohlgemuth, der Sportvorstand des VfB Stuttgart, hatte nach der Niederlage gegen Fenerbahçe Istanbul (0:1) klare Vorstellungen davon, was die Mannschaft noch lernen muss.

In Istanbul zeigte der VfB Stuttgart letztlich zu wenig, um die Partie für sich zu entscheiden. Obwohl die Schwaben bemüht waren, das Spiel zu dominieren, wirkte die Mannschaft auf dem Platz nie wirklich wohl und es mangelte an Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Nach dem Abpfiff kam es zu mehreren Rudelbildungen, in deren Mitte sich Abwehrchef Jeff Chabot mit rotem Kopf befand. Kurze Zeit später beruhigte sich der Defensivspieler jedoch und erklärte: „Es waren viele Emotionen, aber es ist nicht der Rede wert. Ich war einfach ein bisschen hochgefahren, aber es ist trotzdem alles okay.“

Sportvorstand Wohlgemuth erinnerte nach dem Spiel daran, dass die Mannschaft gut über die Herausforderungen in einem Stadion wie diesem informiert war. „Es war auch klar, dass es nach einer Niederlage emotional werden kann“, sagte er zu den Vorfällen nach dem Schlusspfiff. Für ihn stellt dies jedoch kein Problem dar, da sich die Situation „schnell wieder beruhigt“ habe.

Dennoch sprach er offen über die Herausforderungen: „Das ist internationaler Fußball, der Theatralik und Provokation im Spiel beinhaltet – für einen Schiedsrichter in solch einer Atmosphäre ist es extrem schwierig, die Partie zu leiten. Unsere Spieler müssen sich an diesen internationalen Fußball gewöhnen.“

Wohlgemuth wünschte sich von seinem Team „mehr Punch und Durchsetzungsvermögen“ und ergänzte: „Vielleicht ein wenig mehr Abgeklärtheit, um Dinge zu tun, die für Gegenspieler unangenehm sind und die der Schiedsrichter nicht immer sieht. Das gehört zum internationalen Fußball dazu.“ Dies sei jedoch nichts Dramatisches, sondern zeige lediglich, dass die VfB-Mannschaft sich im Reifeprozess befinde.

Trotz der Niederlage sah Wohlgemuth ein „mutiges Auswärts-Europa-League-Spiel“ und blickt optimistisch auf die kommenden Herausforderungen. Auch mit der Tatsache, dass keine Punkte mitgenommen wurden, könne man umgehen, so der Sportchef abschließend. Für die Schwaben gilt es nun, schnell umzuschalten und nach vorne zu schauen, denn bereits am Sonntag (17:30 Uhr/DAZN) steht die Bundesligapartie gegen den 1. FSV Mainz 05 an.

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