VfB Stuttgart macht Fortschritte im Europa-League-Achtelfinale gegen FC Porto
Der VfB Stuttgart hat im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Porto einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, auch wenn noch nicht alles optimal lief. Ein Kommentar.
Stuttgart – Nach 27 Minuten sah es für den VfB Stuttgart zunächst düster aus. Mit 0:2 lag die Mannschaft im Rückstand, und die Situation erinnerte an das Heimspiel in der Champions League gegen Paris St. Germain (1:4) in der vergangenen Saison, als die Stuttgarter deutlich überfordert waren.
Doch es kam nicht ganz so schlimm. Porto nutzte lediglich die Defensivfehler, die vor allem von Alexander Nübel, Jeff Chabot und Finn Jeltsch verursacht wurden. Diese Fehler waren zwar nachvollziehbar, da Porto in dieser Phase offensiv sehr stark auftrat. Dennoch darf sich ein Klub, der um den Titel in der Europa League mitspielen möchte, solche Fehler nicht erlauben.
Zusätzlich ließ sich der VfB von der provokativen Spielweise der Portugiesen anstecken. Anstatt sich gegen diese Provokationen zu wehren, wurde zu viel diskutiert. Dies war eine menschliche Reaktion, insbesondere da auch die Stuttgarter Fans auf den provokanten Jubel von Porto vor der Cannstatter Kurve mit einem lauten Pfeifkonzert reagierten.
Die Mannschaft hätte jedoch einen kühlen Kopf bewahren sollen, was ihr teilweise gelang. Auf die Frage von Absolut Stuttgart, ob der VfB von Porto lernen könne, äußerte sich Sportvorstand Fabian Wohlgemuth in ähnlicher Weise: „Sie sind unerbittlich, aggressiv und stehen immer wieder auf, wenn sie es müssen. Diese Bissigkeit kann man sich durchaus abschauen.“
Insgesamt war das Spiel im Vergleich zu früheren Europa-League-Partien ein Fortschritt. Besonders im Vergleich zur Partie gegen die AS Rom (0:2), in der der VfB über weite Strecken dominiert wurde. Gegen Porto gelang der Anschlusstreffer zum 1:2 durch den stark aufspielenden Deniz Undav. In der Schlussphase der Partie hatte der VfB zwar Druck aufgebaut, doch Porto hielt Stuttgart geschickt vom eigenen Tor fern.
Diese Spielweise zeugt von der Erfahrung des portugiesischen Tabellenführers. Der VfB befindet sich in einem Lernprozess, der durch diese Partie erneut verdeutlicht wurde. Zwar hat der Klub aus Cannstatt Fortschritte gemacht, doch für das höchste Niveau in der Europa League reicht es noch nicht aus.