VfB Stuttgart unterliegt Bayern München mit 0:5
Der VfB Stuttgart hat mit 0:5 gegen den FC Bayern München verloren. Das Spiel war auch ein Duell zwischen den Torhütern Alexander Nübel und Jonas Urbig.
In einem Tor stand Alexander Nübel für den VfB Stuttgart, während Jonas Urbig im Gehäuse des FC Bayern München agierte. Manuel Neuer, der ehemalige Weltklasse-Torhüter, erhielt eine Pause. Max Eberl, der Sportvorstand von Bayern, erklärte: „Wir haben gesagt, dass wir Jonas zum Spielen bringen wollen. Manu hat sofort grünes Licht gegeben, das ist genau die Kommunikation, die wir anstreben.“
Mit Nübel und Urbig standen sich zwei Torhüter gegenüber, die um die Nachfolge von Manuel Neuer kämpfen, der seine Karriere in naher Zukunft beenden wird. Nübel, der in seiner dritten Saison als Leihspieler für Stuttgart spielt, hinterließ beim 0:5 gegen die Münchner jedoch keinen guten Eindruck. Er wirkte oft unsicher und hatte mehrere Fehler in seinem Spiel.
Der schwerwiegendste dieser Fehler führte zum dritten Tor der Bayern: Josip Stanišić traf ins kurze Eck, und obwohl Nübel den Ball berührte, drückte er ihn ins eigene Netz. Fabian Wohlgemuth, der Sportvorstand von Stuttgart, äußerte sich dazu: „Beim 0:3 sieht er nicht ganz so gut aus.“ Dennoch betonte er, dass Stuttgart gegen Bayern mehr Strafraumaktionen hatte als in vielen anderen Spielen, weshalb er Nübel nicht nur für diesen einen Gegentreffer verantwortlich machen wollte.
Auch Eberl bemerkte Nübels schwaches Spiel. Trotz einiger Unzulänglichkeiten an diesem Tag hielt er fest: „Er hat beim VfB sehr gute Leistungen gezeigt und bleibt ein herausragender Torwart.“ Über die zukünftige Torhüterplanung in München wollte er sich jedoch nicht äußern.
Eberl erklärte: „Wir werden uns das in Ruhe anschauen. Wir haben eine sehr gute Ausgangslage. Mit Manu haben wir einen herausragenden Torhüter, und Jonas zeigt immer wieder, dass er seine Leistung bringt. Alex Nübel gehört ebenfalls zum FC Bayern und hat definitiv sehr gute Qualitäten.“
Urbig, von dem auch Manuel Neuer überzeugt ist, wirkte auf dem Platz und in den Gesprächen mit den Pressevertretern gelassen. Auf die Frage, ob er über die besondere Situation nachgedacht habe, gegen seinen Hauptkonkurrenten Nübel zu spielen, antwortete er: „Nö.“ Er freue sich auf jedes Spiel, so der 22-Jährige, der während eines Spaziergangs erfuhr, dass er gegen den VfB beginnen würde.
Nübel, der sich normalerweise nach schwachen Spielen der Presse stellt, wollte sich nach der Niederlage gegen Bayern nicht äußern. Für ihn und den VfB gilt es nun, den Kopf hochzuhalten und nach vorne zu schauen. Stuttgart hat in den letzten drei Bundesliga-Partien nicht gewonnen. Nächste Woche Sonntag steht das Spiel gegen Werder Bremen an.