VfB Stuttgart unterliegt Bayern München trotz Führung
Der VfB Stuttgart musste eine 2:4-Niederlage gegen den FC Bayern München hinnehmen, obwohl sie zunächst in Führung lagen. Kapitän Atakan Karazor äußerte nach dem Spiel deutliche Selbstkritik.
München – Der VfB Stuttgart begann das Spiel vielversprechend. Wie Trainer Sebastian Hoeneß es gefordert hatte, traten seine Spieler mutig auf und erzielten in der 21. Minute den Führungstreffer: Bilal El Khannouss spielte auf Chris Führich, der den Ball ins lange Eck beförderte.
Für einen kurzen Moment schien es, als könnte der VfB den Bayern die Meisterfeier im eigenen Stadion vermiesen. Doch dann drehte der FC Bayern auf und erzielte innerhalb von nur sechs Minuten drei Tore. Diese Phase ärgerte Atakan Karazor: „In den letzten Jahren haben wir es in der Allianz Arena immer wieder geschafft, durch eigene Fehler in Rückstand zu geraten.“
„Dieses Mal war es genauso“, sagte der Kapitän nach dem Abpfiff und kritisierte die Mannschaft: „Was mich ärgert, ist, dass ich in diesen sechs Minuten das Gefühl hatte, dass wir alle die Köpfe hängen lassen. Das darf einfach nicht passieren, besonders mit Blick auf die kommenden Wochen. Wir wollen ins Pokalfinale einziehen und uns für die Champions League qualifizieren. Dafür müssen wir solche Fehler abstellen.“
Nachdem er sich wieder gefangen hatte, hob Karazor jedoch auch die positiven Aspekte hervor. Seiner Meinung nach habe der VfB gegen die Bayern überwiegend aktiv verteidigt, und er betonte das Tor zum 4:2-Endstand durch Chema in der 88. Minute. Er war froh, dass die Stuttgarter am Ende noch einmal Charakter gezeigt hätten.
Diese Tugenden werden am Donnerstag erneut gefragt sein, wenn die Schwaben im DFB-Pokalhalbfinale auf den SC Freiburg treffen. Im heimischen Neckarstadion haben sie die Chance, zum zweiten Mal in Folge ins Finale nach Berlin einzuziehen, wo es möglicherweise zu einem Wiedersehen mit dem FC Bayern kommen könnte.