VfB Stuttgart verliert gegen Borussia Dortmund unter tumultartigen Szenen
Bei der 0:2-Niederlage des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund drangen Fans in den Innenraum des Neckarstadions ein. Trainer Sebastian Hoeneß äußerte sich zu den Vorfällen.
Von Beginn an sorgten die Fans des VfB Stuttgart für eine beeindruckende Stimmung. Zunächst entluden sich ihre Emotionen gegen die ehemaligen Spieler Gregor Kobel und insbesondere Waldemar Anton, der bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen wurde.
Das Spiel selbst dominierte der VfB über weite Strecken. Besonders in der ersten Halbzeit zeigten die Schwaben eine starke Leistung, während Dortmund im zweiten Durchgang besser ins Spiel fand und schließlich in der Nachspielzeit durch Tore von Karim Adeyemi und Julian Brandt den Last-Minute-Sieg sicherte.
Nach dem Spiel kam es zu Jubelszenen vor der Cannstatter Kurve, die die Stuttgarter Fans aus der Fassung brachten. Eine Gruppe von Anhängern drang in den Innenraum ein, und ein Stuhl wurde auf das Spielfeld geworfen. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Situation beruhigte. Spieler Deniz Undav suchte das Gespräch mit den Fans, wollte sich jedoch nicht weiter äußern und sagte lediglich: „Es ist alles entspannt.“
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß war jedoch alles andere als entspannt. Auf der Pressekonferenz kommentierte er die hitzigen Szenen: „Ich muss klar sagen, dass mir die Bilder nicht gefallen haben. Ich kann nicht garantieren, dass wir nicht auch mal vor der gegnerischen Kurve gefeiert haben, nicht um zu provozieren, sondern weil der Weg zu den eigenen Fans oft zu weit ist.“
Hoeneß wünschte sich, dass die Atmosphäre des Spiels anders in Erinnerung bleiben sollte, da es im Stadion enorm laut war. „Es war so laut, es hat so geknistert im Stadion, das ist das, was zurückbleiben muss, und nicht die Bilder, die es dann am Ende gab. Das kann ich nicht befürworten.“ Zudem ist die Niederlage gegen Dortmund die erste unter Hoeneß, nachdem er zuvor fünf Siege und zwei Unentschieden verzeichnet hatte.
Durch die Pleite rutscht der VfB vom dritten auf den vierten Tabellenplatz ab, was einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Qualifikation darstellt. Dennoch haben die Stuttgarter aufgrund der gleichzeitigen Niederlage der TSG Hoffenheim weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den fünften Platz.