VfB Stuttgart verliert mit Alexander Nübel einen Schlüsselspieler
Der VfB Stuttgart muss einen bedeutenden Leistungsträger in der Person von Alexander Nübel ziehen lassen. Der DFB-Torhüter gehörte in der vergangenen Saison zu den besten Keepern der Liga.
In der abgelaufenen Spielzeit hat sich Nübel als einer der besten deutschen Torhüter etabliert. Der 29-Jährige, der bei der WM 2026 hinter Manuel Neuer und Oliver Baumann die dritte Wahl für die Nationalmannschaft ist, führte die Schwaben erfolgreich in die Champions League und ins DFB-Pokalfinale.
Nübel stand in allen 34 Bundesligaspielen zwischen den Pfosten und verpasste dabei keine einzige Minute. Zum Vergleich: Bayern-Keeper Neuer musste aufgrund von Verletzungen auf lediglich 22 Einsätze kommen. Nübel war somit eine der zentralen Figuren im Team.
Besonders bemerkenswert sind seine Statistiken bei den verhinderten Gegentoren. Er wehrte fast 69 Prozent aller Schüsse auf sein Tor ab und verzeichnete durchschnittlich 3,2 Paraden pro Spiel – Spitzenwerte in der Liga. Zum Vergleich: Neuer hielt 60 Prozent der gegnerischen Schüsse, während Baumann auf 64 Prozent kam. Zudem zeigte Neuer pro Spiel nur 1,5 Paraden, während Baumann 2,85 Paraden pro Spiel verzeichnete.
Eine weitere beeindruckende Zahl: Nübel verhinderte 12,1 Gegentore mehr als statistisch erwartet, was ihn zum besten Bundesliga-Torhüter in dieser Kategorie macht. Neuer erfüllte dagegen den Erwartungswert, während Baumann sogar 4,3 Tore mehr kassierte, als vorhergesagt. Nübel wird den VfB Stuttgart im Sommer verlassen und hat auch hier die besten Werte im Vergleich zu seinen Mitbewerbern erzielt.
Trotz seines modernen und risikobehafteten Spielstils blieb Nübel bemerkenswert fehlerfrei. Nur zwei individuelle Fehler führten direkt zu Gegentoren, was weniger ist als bei Neuer (4) und Baumann (3). Zudem erzielte Nübel in 34 Bundesliga-Partien elf zu Null Spiele, was ligaweit nur von Moritz Nicolas (13, Borussia Mönchengladbach) und Gregor Kobel (15, Borussia Dortmund) übertroffen wurde. Diese Informationen stammen von dem Sportdatenanbieter Opta.