Vor dem Bundesliga-Klassiker: BVB als Außenseiter gegen Bayern

Vor dem Bundesliga-Klassiker: BVB als Außenseiter gegen Bayern

Im bevorstehenden Bundesliga-Klassiker trifft Borussia Dortmund auf den FC Bayern München, wobei der BVB als Außenseiter gilt. Sportchef Lars Ricken bezeichnet die Münchner als das Nonplusultra im europäischen Fußball.

Dortmund reist mit den besten Wünschen aller Fans nach München, die sich eine spannende Meisterschaft ohne die Dominanz des FC Bayern wünschen. Bei einem Sieg der Bayern im elften Pflichtspiel der Saison würde der Abstand zum BVB auf sieben Punkte anwachsen, was gleichzeitig einen neuen Rekord für den Rekordmeister bedeuten würde.

Die Offensive der Bayern hat in dieser Saison bisher kaum Widerstand gefunden. Einzig der SV Wehen Wiesbaden konnte im DFB-Pokal für etwas Aufregung sorgen, als Bayern erst in der Nachspielzeit die Verlängerung verhindern konnte. Im Gegensatz dazu wurden starke Gegner wie RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und der FC Chelsea erschreckend leicht besiegt. Auch BVB-Boss Ricken zeigt sich beeindruckt von der Leistung der Münchner.

„Die Bayern sind klarer Favorit in diesem Spiel, weil sie in außergewöhnlicher Form sind“, erklärt Ricken im Interview mit RTL/ntv. „Sie stehen nicht nur in der Bundesliga an erster Stelle, sondern sind auch in der Champions League erfolgreich. Mit ihrer brutalen individuellen Qualität und dem Heimvorteil sind sie derzeit der größte Gegner im europäischen Fußball.“

Der beeindruckende Saisonstart der Bayern lässt die gute Serie des BVB fast verblassen. Selten bleibt ein Team über sieben Monate in der Bundesliga ungeschlagen und reist dennoch als klarer Außenseiter zu einem Spiel. Dennoch gibt Ricken zu verstehen, dass man ohne Resignation nach München fährt: „Wir gehen mit maximaler Ambition ins Spiel.“

„In der Vorbereitung geht es nicht darum, wie wir einen Punkt mitnehmen, sondern was wir offensiv und defensiv tun müssen, um zu gewinnen“, betont Ricken. Diese Herangehensweise wurde auch von Trainer Niko Kovač in der Pressekonferenz des BVB unterstrichen. „Wir müssen wie eine Faust auftreten. Eine Faust verursacht mehr Schmerz als ein Schlag“, lautet seine markante Aussage.

Ricken ist der Meinung, dass das Spiel trotz der Stärke der Bayern „genau zum richtigen Zeitpunkt“ kommt, da sich der BVB zuletzt auch gegen Top-Gegner behaupten konnte. „Es wurde oft gesagt, die Gegner seien nicht stark genug. Aber vier Tore in Turin zu erzielen, das werden in dieser Saison nur wenige Teams schaffen. Auch gegen Bilbao haben wir gewonnen.“

Obwohl der FC Bayern derzeit eine enorme Herausforderung darstellt, will der BVB mutig auftreten. „Wenn wir diszipliniert spielen, gut organisiert sind und die Intensität der Bayern annehmen, dann wollen wir natürlich etwas mitnehmen“, so Ricken. Sein Ziel ist es, „nicht wieder die gesamte Hinrunde hinterherzulaufen, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.“

Eine Niederlage in München könnte jedoch die Meisterträume des BVB abrupt beenden. Nach sieben Spieltagen könnte der Rückstand auf sieben Punkte anwachsen. „Es ist die größte Herausforderung im europäischen Fußball“, betont Ricken. Sollte Dortmund diese Herausforderung nicht meistern, wird der Fokus zwangsläufig auf den Kampf um die Plätze hinter dem voraussichtlichen Meister FC Bayern gelenkt.

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