Vorfall bei Champions-League-Spiel: VDS fordert Konsequenzen für Sicherheitsprobleme
Beim Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid kam es zu einem Vorfall, bei dem mehrere Bayern-Fans in den Innenraum der Allianz Arena eindrangen und Fotografen verletzten. Der Deutsche Sportjournalisten-Verband (VDS) hat mittlerweile auf die Ereignisse reagiert und fordert Maßnahmen.
Nach dem spannenden 4:3-Sieg des FC Bayern über Real Madrid erlebte der Innenraum der Allianz Arena tumultartige Szenen. Zahlreiche Fans drängten nach den späten Toren hinter die Werbebanden, was zu Verletzungen mehrerer Fotografen führte. Der VDS hat sich nun zu den Vorfällen geäußert.
Kevin Voigt, Vizepräsident des VDS, kündigte gegenüber BILD an, dass der Verband ein Schreiben an den FC Bayern als Stadionbetreiber sowie an die UEFA als Veranstalter des Spiels richten werde. Dabei wird eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls gefordert.
Voigt betonte: „Im Sinne der Betroffenen und aller weiteren Journalisten darf das Geschehene nicht einfach abgehakt werden, nur weil es den Umständen entsprechend gut ausgegangen ist. Es hätte auch viel schlimmer enden können.“ Er appellierte sowohl an die Verantwortlichen als auch an Fan-Vertreter, präventive Lösungen zu finden.
„Ich habe Verständnis für die großen Emotionen während eines Spiels, aber diese dürfen die Sicherheit der im Stadion arbeitenden Personen nicht gefährden. Es müssen Lösungen gefunden werden, damit jeder seinen Job sicher ausführen kann“, fügte Voigt hinzu. Der VDS macht zudem auf wiederkehrende Probleme aufmerksam: „Es wird immer wieder Pyrotechnik in den Innenraum geworfen, ebenso wie Becher voller Bier oder Körperflüssigkeiten, die Fotografen treffen können.“
Der Vorfall beim Spiel zwischen Bayern und Real hat bereits die UEFA auf den Plan gerufen. Diese untersucht nun vier mögliche Verstöße: die Störung durch Zuschauer, blockierte Fluchtwege, das Werfen von Gegenständen sowie das Zeigen eines Anti-UEFA-Banners. Da die Bayern-Fans bereits in dieser Saison wegen Pyro-Verstößen aufgefallen sind, drohen nun empfindliche Strafen, die bis zu einem teilweisen Ausschluss von Zuschauern reichen könnten.