Wahi und die Elefanten: Aufstieg in der WM und Eintracht Frankfurts Hoffnung
Philadelphia – Die Leihgabe von Eintracht Frankfurt, Elye Wahi, steht am Samstag im Fokus, wenn die DFB-Elf auf die Elfenbeinküste trifft. Mit jeder starken Leistung steigt sein Marktwert, und die Eintracht hofft auf eine Ablöse von 20 Millionen Euro.
Die Vorbereitungen für die WM 2026 sind nicht immer einfach, besonders wenn unvorhergesehene Umstände auftreten. Die Spieler der Elfenbeinküste ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, als sich die Abfahrt nach ihrem erfolgreichen Auftakt gegen Ecuador (1:0) aufgrund eines Unwetters um zwei Stunden verzögerte. Die wartenden Medienvertreter in der Mixed Zone hatten weniger Glück, da kein Spieler wegen des Regens für Interviews zur Verfügung stand.
Trotz der widrigen Umstände war die Stimmung unter den Spielern gut. Nicolas Pépé äußerte sich optimistisch über die kommenden Begegnung gegen Deutschland: „Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können.“ Elye Wahi ist sogar noch zuversichtlicher und glaubt, dass sein Team „weit im Turnier kommen“ wird. Es sei daran erinnert, dass die „Elefanten“ in der Vergangenheit noch nie die Vorrunde bei drei Endrunden überstanden haben.
Für den 23-jährigen Wahi, der in Courcouronnes, Frankreich, geboren wurde, wird das zweite Gruppenspiel gegen Deutschland (Samstag, 22 Uhr/ZDF und Magenta) ein besonderes Ereignis. Er spielte bis zum Jahreswechsel in Deutschland, nachdem er vor 18 Monaten von Olympique Marseille zu Eintracht Frankfurt gewechselt war. Vor kurzem war nicht abzusehen, dass er bei den globalen Spielen dabei sein würde, da er zuvor ausschließlich für französische Nachwuchsteams spielte.
Aufgrund seiner ivorischen Wurzeln trat der Verband der Elfenbeinküste an ihn heran, und im März entschied sich Wahi, für die Elfenbeinküste zu spielen. Der Prozess der Staatsbürgerschaft war schnell abgeschlossen, da der Afrikameister von 2024 einen klassischen Mittelstürmer benötigte. Ex-Eintracht-Angreifer Sebastien Haller und Wilfried Zaha sind keine Optionen mehr.
Wahi machte in seinem Geburtsland auf sich aufmerksam, indem er in seinen ersten vier Spielen für Nizza drei Tore erzielte. Zum Vergleich: In Frankfurt gelang ihm in einem Jahr nur ein Treffer, den er im Pokal gegen einen Fünftligisten erzielte. Nun steht ihm die große Bühne der Weltmeisterschaft bevor.
Sein WM-Debüt war durchwachsen: Wahi hatte zwar nur 17 Ballkontakte, enttäuschte jedoch nicht. Nach 52 Minuten traf er nach einer tollen Vorarbeit von Yan Diomande nur die Latte, bevor ihn Nationaltrainer Emerse Faé vom Platz nahm. „Er hat viele Räume geschaffen und die Abwehr beschäftigt“, sagte der Journalist Desire Ameka Fialley, der aus Nordamerika berichtet. Er merkte an, dass Wahi sich gut integriert hat, obwohl er erst seit kurzer Zeit dabei ist. Es ist wahrscheinlich, dass Wahi gegen Deutschland in der Startelf stehen wird.
Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt verfolgen die Partie mit großem Interesse, insbesondere die Leistung von Elye Wahi. Der talentierte Offensivspieler steht im Schaufenster der Weltbühne. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Wahi eine Zukunft bei der Eintracht hat, da sowohl er als auch der Klub dies nicht wünschen. Manchmal passt es einfach nicht im Profifußball.
Wahi erklärte kürzlich, dass er in Deutschland eine andere Welt entdeckt habe, auch ohne die Sprache zu sprechen. Er fühlte sich nie fair behandelt und wählte einen gewagten Vergleich: „Selbst wenn man Lionel Messi heißt, braucht man Zeit, um seine Qualitäten zu zeigen.“ In Nizza fand er die Unterstützung, die er benötigte, und erzielte wichtige Tore, darunter ein Doppelpack im entscheidenden Relegationsspiel. In Frankfurt waren die Verantwortlichen überrascht über seine Entwicklung.
Die Eintracht hofft, dass Wahi bei der WM glänzt, insbesondere im Duell gegen Deutschland. Mit jeder guten Leistung, jeder Vorlage und jedem Tor steigt sein Marktwert. Es gibt bereits einige Interessenten, sowohl aus seiner Heimat als auch aus der Türkei.
Die sportliche Leitung ist optimistisch, dass der 26-Millionen-Flop wirtschaftlich keinen großen Schaden anrichten wird. Elye Wahi könnte in seiner aktuellen Verfassung rund 20 Millionen Euro in die Kassen der Eintracht spülen, was die Ablösesumme für Arnaud Kalimuendo decken könnte, den die Eintracht von Nottingham verpflichten möchte.