WM 2026: Said El Mala nicht nominiert – Effenberg unterstützt Nagelsmanns Entscheidung
Köln – Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Said El Mala (19) nicht für die deutsche Nationalmannschaft zur WM 2026 zu nominieren, hat in der FC-Familie für Enttäuschung gesorgt. Bei der Kaderbekanntgabe am Donnerstag, den 21. Mai, fiel die Wahl des Trainers auf andere Spieler, wodurch der talentierte Kölner als einziger Vertreter des 1. FC Köln nicht berücksichtigt wurde.
Nach einer starken Schlussphase der Saison hatte El Mala berechtigte Hoffnungen, Teil des WM-Kaders zu werden. In den letzten Wochen der Saison waren die zuvor geäußerten Bedenken bezüglich seiner Spielzeit und defensiven Fähigkeiten nicht mehr relevant.
Trotz der Enttäuschung vieler FC-Fans, die El Mala zu den größten Überraschungen am Tag der Kaderbekanntgabe zählten, unterstützt der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg (57) die Entscheidung von Nagelsmann. In seiner Kolumne bei t-online.de äußerte er, dass die Nichtnominierung ihn „nicht überrascht“ habe. Effenberg sieht die Offensive der DFB-Auswahl auch ohne El Mala als ausreichend stark an und versteht, dass für den jungen Spieler kein Platz im Kader war.
„Nagelsmann wollte bei diesem Angebot nur einen jungen, dynamischen Spieler mitnehmen, der voraussichtlich – noch – keine großen Einsatzzeiten erhält, und hat sich zu Recht für Lennart Karl statt für den Kölner entschieden“, erklärte Effenberg und begrüßte die Entscheidung im Duell der beiden Offensivtalente.
Für Effenberg war klar, dass nur einer von beiden die Reise in die USA antreten würde. „Beide sind ähnlich unbeschwert und mutig in ihrem Spielansatz, im Kader war jedoch nur Platz für einen von ihnen“, fügte Effenberg hinzu, um die Bevorzugung von Karl gegenüber El Mala zu erläutern.
El Mala konnte in seiner herausragenden Debütsaison mit 13 Toren und fünf Vorlagen viele sportliche Argumente vorweisen. Nur Deniz Undav (29) vom VfB Stuttgart hatte mit 25 Torbeteiligungen bessere Scorer-Werte in der Bundesliga, während Dortmunds Maximilian Beier (23) ebenfalls bei 18 Toren glänzte.
Dennoch wollte Effenberg El Malas Talent nicht in Abrede stellen. Vielmehr betonte er die vielversprechenden Zukunftsaussichten für den Linksaußen: „El Mala muss dies als Motivation sehen, um in zwei Jahren beim nächsten großen Turnier dabei zu sein. Das Potenzial hat er.“