Xavi Simons äußert sich zu "Skandalakte" nach Wechsel zu Tottenham
Xavi Simons bricht sein Schweigen: Nach dem Wirbel um eine veröffentlichte „Skandalakte“ der letzten zwei Jahre äußert er sich erstmals öffentlich.
Leipzig – Vor rund einer Woche verließ Xavi Simons RB Leipzig und wechselte zu den Tottenham Hotspur. Beim 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim stand der Niederländer nicht mehr auf dem Platz. Im Nachgang veröffentlichte die Bild-Zeitung eine „Skandalakte“ über den Offensivspieler, zu der er nun Stellung genommen hat.
Simons geriet nach seinem Wechsel in den Fokus, da er in seinem Abschiedsvideo weder RB-Sportchef Marcel Schäfer noch Chefcoach Ole Werner erwähnte. Zudem blieb ein persönlicher Abschied von der Mannschaft aus, was Ex-Kollege Christoph Baumgartner in einem Interview erklärte. Kurz darauf veröffentlichte die Bild einen Artikel über seine „Skandalakte“, in dem kuriose Vorfälle aus seinen zwei Jahren bei RB Leipzig thematisiert wurden – darunter angebliche Starallüren, die ihm den Spitznamen „Prinzessin“ einbrachten, als es sportlich nicht mehr gut lief.
In einem Interview mit der LVZ äußerte sich der niederländische Nationalspieler enttäuscht zu diesen Behauptungen: „Einiges davon war mir selbst neu, anderes entspricht schlicht nicht den Tatsachen. Dieses Nachtreten ist nicht fair, aber vielleicht ist es ja auch Teil des Geschäfts. Ich weiß es nicht.“
Im vergangenen Jahr erlitt der Youngster mit einem Bänderriss im Sprunggelenk seine erste ernsthafte Verletzung und fiel drei Monate aus. Die Rückkehr fiel ihm schwer, zudem lastete die Verantwortung auf ihm, in einer dysfunktionalen Mannschaft als Führungsspieler zu agieren. Ex-Coach Marco Rose nahm Simons stets in Schutz und betonte: „Xavi ist ein wohlerzogener Junge, der gewinnen will, ein großes Talent, der daran arbeitet, ein Führungsspieler zu werden. Er hat oft genug bewiesen, dass er das sein kann, mit seinen Leistungen.“ Xavi äußerte sich auch zu seinem ehemaligen Trainer, bei dem er sich in seinem Abschiedsvideo bedankt hatte: „Wir hatten vom ersten Tag an eine besondere Beziehung. Ich habe schnell gespürt, dass er ein klasse Trainer und guter Mensch ist. Marco hat mit mir oft über das Wesentliche gesprochen.“
Rückblickend sagt der ehemalige Top-Star der Leipziger über die schwierige sportliche Phase: „Als die Ergebnisse und Leistungen nicht gut waren, habe ich mich lieber aufs Training und meine Leistung konzentriert, statt Interviews zu geben. Ich wollte mich verbessern, um der Mannschaft zu helfen. In dieser Zeit war ich extrem intensiv unterwegs und habe versucht, den Erfolg zu erzwingen. Vielleicht hätte ich damals die Öffentlichkeit in meine Gedankenwelt und unsere Situation mitnehmen sollen.“ Dies hat er nun nachgeholt, und damit ist das Kapitel RB Leipzig endgültig abgeschlossen.