1. FC Köln verliert nicht nur das Spiel, sondern auch Timo Hübers

1. FC Köln verliert nicht nur das Spiel, sondern auch Timo Hübers

Der 1. FC Köln musste das Spiel gegen Borussia Dortmund nach der schweren Verletzung von Timo Hübers in Unterzahl beenden. Trainer Lukas Kwasniok stellte im Nachhinein seine Taktik in Frage, da er bereits sein Wechsel-Kontingent erschöpft hatte.

Die Niederlage war besonders schmerzhaft, da der FC Köln nicht nur einen möglichen Punkt verlor, sondern auch den Verteidiger Timo Hübers (29) verletzungsbedingt. Bei einer Rettungsaktion zog sich Hübers eine schwere Verletzung zu, die seine Kniescheibe und Bänder betraf. Dieser Ausfall wird nicht nur Auswirkungen auf den Rest der Saison haben, sondern machte sich auch sofort in Dortmund bemerkbar. Da Kwasniok bereits fünf Wechsel vorgenommen hatte, musste die Mannschaft das Spiel zu zehnt fortsetzen.

Dies rächte sich in der 90.+6 Minute, als Borussia Dortmund für seinen anhaltenden Druck belohnt wurde und das entscheidende 1:0 erzielte. Die zentrale Frage lautet: Hat der Trainer des FC seine Wechsel zu früh genutzt? „Im Nachhinein kann man sich diese Frage stellen. Es war sicherlich riskant. Wir haben in der 72. Minute dreifach gewechselt und damit unser Kontingent ausgeschöpft. Hätten wir die Wechsel nicht bereits vor Hübers Verletzung genutzt, wäre die Frage hypothetisch“, erklärte Kwasniok.

Zu diesem Zeitpunkt wollte er „sechs frische Beine auf dem Feld haben“, da Dortmund den FC in dieser Phase stark unter Druck setzte. Kwasniok versuchte, dem entgegenzuwirken, indem er Joel Schmied als weiteren Verteidiger einsetzte und Ragnar Ache sowie Linton Maina brachte, um offensiv für Entlastung zu sorgen. „Defensiv hat das gut geklappt, offensiv eher nicht so“, gab er später zu.

Das Spiel gegen Dortmund verdeutlichte, dass es ein Risiko darstellt, alle fünf Wechsel so früh im Spiel durchzuführen. Bei den heutigen Nachspielzeiten – in Dortmund waren es sieben Minuten – bleiben oft noch über 20 Minuten zu spielen, in denen viel passieren kann.

Kwasniok geht in dieser Hinsicht häufig ein Risiko ein. Auch in den Spielen gegen Leipzig (73.), Augsburg (74.) und Freiburg (76.) nutzte er sein Wechselkontingent früh. Nur gegen Hoffenheim (84.) und Stuttgart (85.) reagierte er für seine Verhältnisse spät. Ob ihn der Vorfall mit Hübers zum Umdenken bewegt, bleibt abzuwarten. Kwasniok betonte: „Wir hinterfragen immer, ob die Dinge, die wir tun, richtig sind.“

Bisher kann er sich in Bezug auf seine Wechsel – abgesehen von der Partie in Dortmund – wenig vorwerfen. Kwasniok hat in dieser Saison mehrfach ein glückliches Händchen bewiesen. Der FC Köln hat mit sieben Scorerpunkten durch Einwechselspieler die zweitbeste Bilanz nach Bayern München (drei Tore, fünf Vorlagen).

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