Abbruch der Partie zwischen Standard Lüttich und Antwerpen sorgt für Ärger bei Marc Wilmots
Die Partie zwischen Standard Lüttich und Royal Antwerpen wurde vorzeitig abgebrochen, was zu großem Unmut bei Lüttichs Sportdirektor Marc Wilmots führte.
Marc Wilmots, der im Laufe seiner Karriere zahlreiche Erfahrungen gesammelt hat, war sowohl als Spieler als auch als Sportdirektor beim FC Schalke 04 tätig. In seiner Heimat Belgien musste er nun eine unangenehme Situation erleben.
Wilmots war lediglich acht Monate bei Schalke aktiv, wo er von Januar bis September 2024 als Sportdirektor fungierte. „Unterschiedliche Ansichten darüber, wie und in welche Richtung wir den Fußball auf Schalke entwickeln wollen“, führten laut Matthias Tillmann, dem Präsidenten von Schalke 04, zu seiner Freistellung.
Im Mai 2025 trat Wilmots seine neue Stelle beim Royal Standard Club an, wo er eine ähnliche Rolle übernimmt wie zuvor bei den Königsblauen. Der Traditionsverein aus dem wallonischen Landesteil hat in der Vergangenheit bedeutende Erfolge gefeiert. 1982 erreichten die Rouches das Finale des Europacups der Pokalsieger, das sie mit 1:2 gegen den FC Barcelona verloren. Die letzte Meisterschaft gewann der Klub im Jahr 2009, der letzte nationale Pokaltriumph datiert aus dem Jahr 2018.
Aktuell befindet sich der Royal Standard Club im Mittelfeld der Jupiler Pro League, wobei die Abstiegszone näher liegt als die Meisterschaft. Um sich in der Tabelle zu verbessern, war ein Heimsieg gegen Royal Antwerpen am Freitagabend (17. Oktober) erforderlich. Doch die Partie endete im Chaos, sehr zum Ärger von Wilmots.
Bis zur 88. Spielminute sah es gut für Lüttich aus. In der ersten Minute hatte Rafiki Saïd die Gastgeber in Führung gebracht. Auch ein Platzverweis für Standard-Stürmer Adnane Abid in der 40. Minute änderte nichts an der Führung. Der Platzverweis sorgte jedoch bei den Heimfans für Unmut, die daraufhin mehrfach Becher auf das Spielfeld warfen. Nach dem zweiten Vorfall schickte Schiedsrichter Lothar D’hondt beide Teams für zehn Minuten in die Kabinen.
Die Gemüter beruhigten sich jedoch nicht, und nach einem dritten Vorfall war der Schiedsrichter gezwungen, die Begegnung in der 88. Minute abzubrechen. Die restlichen Minuten werden nun am kommenden Montagabend nachgeholt.
Wilmots äußerte sich auf DAZN vehement gegen die Entscheidung: „Die Spieler kämpfen ein ganzes Spiel lang, und weil jemand etwas wirft, pfeift man das Spiel ab? Ich bin enttäuscht, vor allem für den belgischen Fußball. Jetzt sind die Schiedsrichter die Stars. Das geht mir langsam auf die Nerven“, kritisierte der ehemalige Schalker.