Abbruch der Partie zwischen Standard Lüttich und Antwerpen sorgt für Aufregung
Die Partie zwischen Standard Lüttich und Royal Antwerpen wurde abgebrochen, was zu großem Ärger bei Lüttichs Sportdirektor Marc Wilmots führte.
Der 56-jährige Belgier, der sowohl als Spieler als auch als Sportdirektor beim FC Schalke 04 tätig war, erlebte in seiner Heimat eine unerfreuliche Situation.
Wilmots war nur acht Monate lang Sportdirektor auf Schalke, von Januar bis September 2024. Laut Matthias Tillmann, dem Präsidenten des Vereins, führten unterschiedliche Ansichten über die zukünftige Ausrichtung des Fußballs auf Schalke zu seiner Entlassung.
Im Mai 2025 übernahm der Eurofighter von 1997 die Rolle als Sportdirektor bei Standard Lüttich, wo er ähnlich tätig ist wie zuvor in Gelsenkirchen. Der traditionsreiche Verein aus dem wallonischen Landesteil hat in der Vergangenheit größere Erfolge gefeiert, darunter das Erreichen des Europacup-Finales 1982, das mit 1:2 gegen den FC Barcelona verloren ging. Die letzte Meisterschaft gewann der Club 2009, und der letzte nationale Pokal wurde 2018 gewonnen.
Aktuell befindet sich der Royal Standard Club im Mittelfeld der Jupiler Pro League, mit einer näheren Abstiegszone als einer Meisterschaft. Um sich in der Tabelle zu verbessern, war ein Heimsieg gegen Royal Antwerpen am Freitagabend (17. Oktober) von großer Bedeutung. Doch die Begegnung endete vorzeitig im Chaos – sehr zum Unmut von Wilmots.
Bis zur 88. Minute sah es für Lüttich vielversprechend aus. Bereits in der ersten Minute brachte Rafiki Saïd die Gastgeber in Führung. Auch ein Platzverweis für den Standard-Stürmer Adnane Abid in der 40. Minute änderte nichts an der Führung. Die Rote Karte sorgte jedoch für Unmut unter den Heimfans, die wiederholt Becher auf das Spielfeld warfen. Nach dem zweiten Vorfall schickte Schiedsrichter Lothar D’hondt beide Teams für zehn Minuten in die Kabinen.
Die Gemüter beruhigten sich jedoch nicht, und nach einem dritten Vorfall entschloss sich der Schiedsrichter, die Partie in der 88. Minute abzubrechen. Die verbleibenden Minuten sollen nun am kommenden Montagabend nachgeholt werden.
Wilmots äußerte sich auf DAZN vehement gegen die Entscheidung. „Die Spieler kämpfen das ganze Spiel über, und weil jemand etwas wirft, pfeift man das Spiel ab? Ich bin enttäuscht, vor allem für den belgischen Fußball. Jetzt sind die Schiedsrichter die Stars. Das geht mir langsam auf die Nerven“, klagte der ehemalige Schalker.