Adam Aznou: Wechsel zu Everton und Herausforderungen in der Premier League
Im Sommer wechselte das Talent Adam Aznou nicht ohne Aufregung vom FC Bayern München in die Premier League, wo er seitdem eine sportliche Talfahrt erlebt.
Der Transfer des ehemaligen FCB-Campus-Spielers zum FC Everton sorgte für viel Diskussion. An der Säbener Straße war man verärgert über den nachlassenden Trainingsfleiß des dreifachen marokkanischen Nationalspielers, der die Chancen auf seiner Linksverteidiger-Position nicht wahrnehmen wollte. Gleichzeitig kritisierten Medien und Fans die vermeintliche mangelnde Bereitschaft des Chefcoaches Vincent Kompany und seines Teams, junge Talente in den Profikader zu integrieren.
So entschloss sich Aznou, den Rekordmeister zu verlassen, um sich beim FC Everton in der englischen Premier League durchzusetzen. Er hoffte, mit diesem Schritt auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme zu erhöhen. Statt des erhofften Durchbruchs jedoch erlebte der Marokkaner eine herbe Enttäuschung. Laut dem Portal Teamtalk ziehen die Verantwortlichen von Everton in Erwägung, den technisch versierten Defensivspieler bereits im Winter auszuleihen.
Bisher konnte Aznou in der Premier League keine Spielminute sammeln, weshalb die Verantwortlichen bei Everton den Markt sondieren, um dem talentierten Spieler eine Möglichkeit auf Spielpraxis zu bieten. Eine konkrete Liga wird dabei nicht genannt; stattdessen soll die sportliche Entwicklung im Vordergrund stehen.
Berichten zufolge wünschen sowohl der Klub als auch Aznous Umfeld eine Leihe, die dem 19-Jährigen in Hinblick auf die WM 2026 eine Perspektive bietet. Bisher gibt es jedoch noch keine entsprechenden Angebote. Angesichts seines vorhandenen Talents könnte sich dies jedoch bald ändern.
Als Aznou den FC Bayern im Sommer für eine Ablösesumme von neun Millionen Euro verließ, wurde der Wechsel intensiv diskutiert und kritisiert. Fans und Medien warfen dem FC Bayern vor, erneut ein vielversprechendes Talent verloren zu haben. Heute erscheint die Entscheidung der Münchner Verantwortlichen, ihn trotz Vertrags ziehen zu lassen, nachvollziehbar.
Ein verärgerter Sportvorstand Max Eberl äußerte damals: „Unser Präsident hat einen schönen Spruch: Man kann keinen Hund zum Jagen tragen. Jetzt, wo der nächste Schritt gekommen wäre, hat er gesagt, er möchte es nicht mehr, er möchte was anderes machen.“
Während sich an der Säbener Straße immer mehr Nachwuchsspieler in den Fokus spielen, befindet sich Aznou, der seine Situation wiederholt falsch eingeschätzt hat, derzeit in Liverpool in einer Sackgasse. Von einer klugen Leihe erhofft man sich nun einen Impuls, damit er wieder auf den richtigen Weg zurückfindet und sich nachhaltig im Profifußball etablieren kann.