Adi Hütter kehrt zur Eintracht Frankfurt zurück

Adi Hütter kehrt zur Eintracht Frankfurt zurück

Der Österreicher Adi Hütter kehrt fünf Jahre nach seinem turbulenten Abgang zur Eintracht Frankfurt zurück. In einem Interview entschuldigte er sich für seine damalige Aussage, bei seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach würden sich nur die Farben ändern: „Das war absoluter Schwachsinn“.

Am Samstagabend war Hütter noch in Budapest, wo er als TV-Experte für Canal+ beim Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal tätig war. In der ungarischen Hauptstadt traf er unter anderem den Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, Axel Hellmann, der ebenfalls im Stadion war. Auch Jan Martin Strasheim, der Medienchef des Vereins, nutzte die Gelegenheit, um Hütter zu besuchen.

Strasheim begrüßte Hütter mit den Worten: „Willkommen zu Hause, willkommen zurück in Frankfurt.“ Hütter unterschrieb einen Vertrag bis 2029 und wird von seinen österreichischen Landsleuten Christian Peintiniger und Klaus Schmidt unterstützt, letzterer ist ein neues Gesicht im Trainerteam, mit dem Hütter jedoch seit 25 Jahren verbunden ist.

Hütter, der die Eintracht vor fünf Jahren unter nicht gerade guten Bedingungen verließ, hat sich inzwischen mit Hellmann versöhnt. Im Interview mit Strasheim am Sonntag nutzte er die Gelegenheit, um sich für sein damaliges Verhalten zu entschuldigen, insbesondere für seine Aussage über den Wechsel zu Gladbach. „Das war ganz klar ein großer Fehler“, räumte er ein.

Hütter war damals besorgt über eine Vakanz in der sportlichen Führung und wurde von dem damaligen Manager Fredi Bobic beeinflusst. „Ich bin sehr stolz, dass es noch einmal geklappt hat. Es fühlt sich super an und ist sehr emotional“, sagte er. Die Fans zeigen sich ebenfalls offen für sein Comeback, was aus verschiedenen Umfragen deutlich wird.

Sportvorstand Markus Krösche wollte bei der Trainerwahl auf Nummer sicher gehen, nachdem das Experiment mit Albert Riera gescheitert war. Obwohl Kandidaten wie Matthias Jaissle interessant wären, suchte Krösche jemanden, der die Turbulenzen in den Griff bekommt. „Adi kennt die Strukturen und Personen, er benötigt keine besondere Einarbeitungszeit“, betonte Krösche.

Für Hütter ist die Rückkehr nach Frankfurt etwas ganz Besonderes. Er zeigt sich motiviert und hat sogar einem Angebot aus der englischen Premier League abgesagt. Die Tatsache, dass die Eintracht momentan nicht international spielt, stört ihn nicht. Hütter hat das Gefühl, dass seine Mission noch nicht abgeschlossen ist. „Ich komme, um zu vollenden“, sagte er und erinnerte an die Zeit, als die Eintracht noch die Grenzen verschieben konnte.

Die Fans verbinden mit Hütter die Hoffnung auf einen anderen, dynamischeren Fußball. „Wir haben damals mit wahnsinniger Wucht gespielt“, erinnert sich der Trainer. Hütter hat sich jedoch weiterentwickelt und möchte nun kreativen Fußball spielen und dominieren. „Wir brauchen Lösungen im letzten Drittel“, erklärte er. „Ich möchte, dass wir dominant sind in der gegnerischen Hälfte.“

Mit Hütter an der Spitze ist eine Renaissance der Eintracht durchaus möglich. „Ich will die Begeisterung wieder anfachen“, betonte er.

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