Assan Ouedraogo feiert gelungenes Startelfdebüt bei RB Leipzig
Nach monatelanger Verletzung durfte Assan Ouedraogo am Samstag sein Startelfdebüt für RB Leipzig feiern und sorgte gleich zu Beginn für einen Schreckmoment – jedoch folgte schnell die Entwarnung.
Leipzig – Der 19-jährige Ouedraogo erzielte beim 3:1-Sieg gegen den 1. FC Köln das erste Tor und brachte die Sachsen damit in Führung. Nach der Partie gab es nicht nur Lob von Trainer Ole Werner und Kapitän David Raum, sondern auch Entwarnung nach seiner vorzeitigen Auswechslung, die nach seiner langen Verletzungszeit für Aufregung sorgte.
Der deutsche U20-Nationalspieler gab nicht nur sein Debüt in der Startelf von RB Leipzig, sondern trat auch vor die Kameras: „Es fällt auf jeden Fall eine große Last von mir ab, ich bin echt sehr froh. Pure Freude, sonst nichts“, erklärte der Youngster gegenüber Sky. Er verriet, dass er erst nach dem Abschlusstraining am Freitag von seiner Nominierung erfahren hatte: „Der Trainer hat mich zur Seite genommen und gesagt, ich habe es mir verdient und ich soll einfach mein Spiel spielen.“
Bereits bei der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Cheftrainer Ole Werner über den Mittelfeldspieler geschwärmt: „Er ist eines von vielen Talenten, die wir haben, und arbeitet beständig an sich. Er verkörpert die Eigenschaften, die mir bei jungen Spielern wichtig sind – eine Mischung aus Fokussierung, kontinuierlichem Lernen und einer gewissen Lockerheit. Ich glaube, er hat da eine gute Balance gefunden. Deshalb bin ich mit ihm sehr zufrieden und er ist nicht weit davon entfernt, noch mehr Spielzeit zu bekommen.“ Nach dem Spiel fand Werner ebenfalls positive Worte für Ouedraogo und erläuterte seine Entscheidung, ihn in die Startelf zu berufen: „Er hatte eine sehr gute Trainingswoche. Von Beginn an war er extrem auffällig, und wir hatten das Gefühl, dass er vom Spielertyp her gut zu den Anforderungen des Spiels passt. Wir wollten mehr Ballsicherheit im Zentrum, aber auch Torgefahr – jemanden, der den finalen Pass spielen kann. All diese Elemente bringt Assan mit.“
Auch David Raum, der ebenfalls ein Tor erzielte, lobte Ouedraogo: „Was er seit seinem Wechsel zu uns durchgemacht hat, war brutal für die Psyche. Aber er blieb immer positiv. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie er verletzt in der Kabine saß und trotzdem gute Laune verbreitete. Er ist im gesamten Verein ein sehr beliebter Spieler.“
Ouedraogo wechselte im Sommer 2024 vom FC Schalke 04 zu RB Leipzig, erlitt jedoch Anfang August eine Knieverletzung, die ihn bis Anfang November außer Gefecht setzte. Nach nur vier Kurzeinsätzen folgte im fünften Spiel gegen Inter Mailand Ende November 2024 der nächste Rückschlag: Er zog sich eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zu, die eine Operation erforderte und ihn weitere fünf Monate aus dem Spielgeschehen nahm. Nun ist er wieder fit, sorgte jedoch gegen Köln für einen kleinen Schreckmoment: Nach etwa einer Stunde saß er plötzlich auf dem Rasen und musste ausgewechselt werden. Kurz darauf gab es jedoch Entwarnung: „Ich war tot, muss ich ehrlich sagen. Die Beine haben nicht mehr mitgemacht, es war keine Verletzung. Ich habe lange nicht gespielt, und mein Körper war es nicht gewohnt. Ich hatte einfach nur Krämpfe.“