Axel Hellmann bleibt Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt bis 2031

Axel Hellmann bleibt Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt bis 2031

Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt, wird für weitere fünf Jahre im Amt bleiben. Er bezeichnete die vergangene Saison als ein Jahr mit "Slapstick-Charakter", während Sportdirektor Timmo Hardung vor der Herausforderung steht, sich zu verändern, um nicht aus dem Amt gedrängt zu werden.

Frankfurt – Selbst beim Champions-League-Finale in Budapest fühlte sich Axel Hellmann unwohl. Der 54-Jährige wurde auf der Tribüne und um die Puskas-Arena von internationalen Würdenträgern mit skeptischen Blicken bedacht. Man munkelte: "Was ist bei euch los, Axel?" Diese negative Außenwahrnehmung beschäftigte den einflussreichen Funktionär.

Hellmann war sich bewusst, dass etwas im Verein nicht stimmte. Seit über 25 Jahren ist er dem Verein treu, und nun wird er für weitere fünf Jahre an seiner Seite bleiben. Sein Vertrag wurde offiziell bis 2031 verlängert, mit einem Jahresgehalt von rund zwei Millionen Euro. Aufsichtsratschef und Präsident Mathias Beck kommentierte: "Axel ist für uns ein ganz wichtiger Pol. Er hat die Architektur in den vergangenen zehn Jahren verändert und vorangetrieben."

Obwohl es nicht die schwerste Phase in Hellmanns Karriere ist, ist sie dennoch herausfordernd und turbulent. Er beschreibt die aktuelle Misere als eine "Lernkurve", die er nicht erwartet hatte. Die Krise hat Auswirkungen auf die vielen Mitarbeiter des Vereins.

Hellmann spürte, dass der Klub im Frühjahr 2026 nicht nur in der Bundesliga belächelt wurde, sondern auch von europäischen Partnern mit "großem Unverständnis" konfrontiert wurde. Sein Fazit: "Die letzten drei, vier Monate haben uns Ansehen gekostet. Das wollen wir nicht wieder erleben."

In den vergangenen Jahren hatte die Eintracht international für eine "vorbildliche Gesamtpräsentation" gestanden. Jetzt jedoch herrscht Chaos in allen Bereichen des Sports, angeführt von einem Trainer, dessen Vorgehen als merkwürdig empfunden wird.

Die sportliche Situation war "prekär", und das Verhältnis von Chefcoach Albert Riera zu den Medien und Spielern war "pikant". Hellmann fasst zusammen: "Es war ein Jahr mit einem gewissen Slapstick-Charakter." Rückblickend erscheint die Situation fast komisch, war jedoch alles andere als einfach. Hellmann war oft frustriert über die Entwicklung seines Vereins, der sich zum Gespött machte.

Obwohl er öffentlich zurückhaltend war, wurde ihm nahegelegt, in der kritischen Phase deutlicher zu werden. Eine "Brandrede" wäre jedoch nicht zielführend gewesen, glaubt er. Er stellte fest, dass eine andere Form des Miteinanders nötig gewesen wäre, um die interne Zusammenarbeit zu verbessern. Das bedeutet, dass viele sich zurückgezogen und Verantwortung delegiert haben, was Hellmann missfiel.

Sportdirektor Timmo Hardung steht besonders in der Kritik. Hellmann betont: "Die Erwartung ist, dass die Verantwortlichen ihre Rollen konsequent ausüben. Hier besteht Handlungsbedarf." Hardung muss sich ändern und seine Rolle neu definieren, andernfalls droht ihm das Aus. Bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Adi Hütter war Hardung nicht anwesend, was als merkwürdig empfunden wurde.

Die turbulenten Ereignisse der letzten Wochen werden auch in Zukunft nachwirken. Hellmann erklärt: "Unser Erfolg ist zulasten von Schärfe und Disziplin gegangen. Das kann sich ein Verein wie Eintracht Frankfurt nicht leisten." Er ist jedoch überzeugt, dass Sportvorstand Markus Krösche den Kurs korrigieren wird. "Wir werden Dinge ändern, die nicht gepasst haben," so Hellmann.

Hellmann fordert, dass Klarheit, Schärfe, Intensität und Disziplin ins System zurückkehren müssen. Dies sei das Ergebnis einer schonungslosen Analyse mit dem Aufsichtsrat. Präsident Beck ergänzt: "Das Wir-Gefühl, das Eintracht-Gefühl hat gefehlt. Auch im Stadion war es nicht das Gefühl, das wir brauchen."

Hellmann betont, dass ohne intensiven Fußball im Stadion nichts geht. "Wir müssen einen Fußball spielen, der unserem Naturell entspricht. Das ist keine Frage des Trainers, sondern eine Leitlinie für die nächsten Jahre. Wir brauchen mehr Vollgas."

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