Bastian Schweinsteiger empfiehlt Aleksandar Pavlović als Führungsspieler für die WM
Bastian Schweinsteiger hat in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung über Aleksandar Pavlović gesprochen und dabei für Aufsehen gesorgt.
München – Im Hinblick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada äußerte sich die Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger zu den Führungsstrukturen der deutschen Nationalmannschaft. Der Weltmeister von 2014 lobte nicht nur bekannte Persönlichkeiten, sondern stellte auch einen aufstrebenden Bayern-Profi in den Mittelpunkt, der das letzte Turnier krankheitsbedingt verpasst hatte.
Besonders bemerkenswert: Schweinsteiger sieht in Aleksandar Pavlović das Potenzial für eine Führungsrolle. „Ich würde sehr gerne auch Pavlović in dieser Rolle sehen. Er hat sich bei den Bayern hervorragend entwickelt und spielt dort eine zentrale Rolle“, erklärte der 40-Jährige. Für Schweinsteiger reiht sich der junge Münchner Mittelfeldspieler in eine Gruppe von Akteuren ein, die das DFB-Team während des Turniers anführen sollen.
Als Vorbild für eine schlagkräftige Nationalmannschaft dient Schweinsteiger das WM-Team von 2014. Damals war die mannschaftliche Geschlossenheit ein entscheidender Faktor für den Sieg: „2014 haben wir Bayern-Spieler das Gerüst gebildet. Das war gefestigt und so stark, dass wir die anderen mitgezogen haben. Das braucht es jetzt auch.“ Neben Pavlović nennt er Kimmich, Goretzka, Tah sowie Musiala und Wirtz als potenzielle Führungspersönlichkeiten.
Aufsehen erregte auch Schweinsteigers Aussage zu Manuel Neuer. Obwohl es nach 16 Jahren wohl das erste große Turnier ohne die Torwartlegende wird, plädierte der Ex-Kapitän für eine Nominierung: „Manu ist mit seiner aktuellen Verfassung ganz vorne dabei. Ginge es also nach mir, wäre er bei der WM dabei. Für ihn selbst wäre es auch gut, sich in den USA, Mexiko und Kanada zu präsentieren.“
Schweinsteigers Botschaft ist klar: Für ein erfolgreiches Abschneiden bei der WM benötigt Deutschland Konstanz, Geschlossenheit und einen starken Bayern-Block, ähnlich wie einst beim Titelgewinn in Brasilien. Als realistisches Mindestziel nennt er das Halbfinale, warnt jedoch vor einer schwierigen Auslosung und den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen in einigen Austragungsorten.