Bayer 04 Leverkusen trennt sich überraschend von Trainer Erik ten Hag

Bayer 04 Leverkusen trennt sich überraschend von Trainer Erik ten Hag

Die Trennung von Bayer 04 Leverkusen von Trainer Erik ten Hag überrascht und wird den Vizemeister teuer zu stehen kommen.

Leverkusen – Zwei Monate nach seiner Vorstellung wurde Erik ten Hag am 1. September nach nur zwei Spieltagen in der neuen Bundesliga-Saison entlassen. Diese abrupten Entscheidung markiert das Ende einer kurzen und herausfordernden Zusammenarbeit.

Finanziell stellt die Entlassung ein Desaster dar. Laut Sport Bild erhält der Niederländer eine Abfindung von knapp fünf Millionen Euro. Zusammen mit seinem Gehalt für Juli und August summiert sich die Gesamtsumme auf etwa sechs Millionen Euro. Für lediglich zwei Monate Arbeit entspricht dies rund 100.000 Euro pro Tag – und das bei nur einem Punkt in der Bundesliga.

Nach seiner Entlassung äußerte der 55-Jährige seine tiefe Enttäuschung. In einem über seine Berateragentur SEG veröffentlichten Statement erklärte er: „Die Entscheidung der Verantwortlichen von Bayer Leverkusen, mich heute Morgen zu beurlauben, kam völlig überraschend. Sich nach nur zwei Ligaspielen von einem Trainer zu trennen, ist beispiellos.“ Er sprach von mangelndem Vertrauen und Geduld seitens des Klubs.

„In diesem Sommer haben viele Schlüsselspieler, die zu früheren Erfolgen beigetragen hatten, den Kader verlassen“, betonte ten Hag. „Der Aufbau eines neuen, geschlossenen Teams ist ein sorgfältiger Prozess, der Zeit und Vertrauen erfordert. Ein neuer Trainer verdient den Freiraum, seine Vision umzusetzen, Standards zu setzen, die Mannschaft zu formen und seinen Spielstil zu etablieren.“

Nur kurz nach der Bekanntgabe stellte sich Bayer-Sportchef Simon Rolfes den Fragen der Medien. „Wir haben uns in der letzten Woche und auch am Wochenende zusammengesetzt, unabhängig vom Ergebnis, und hatten einfach das Gefühl, dass es in eine Richtung geht, die nicht die richtige ist“, erklärte er. Man habe bewusst in der Länderspielpause die Reißleine gezogen, um frühzeitig für Klarheit zu sorgen.

Wer den Trainerposten übernehmen soll, ließ Rolfes offen: „Wir bewerten sowohl interne Lösungen als auch externe. Bei vielen Positionen im Sport oder im Scouting besetzen wir häufig intern. Beim Trainer ist das nicht immer der Fall. Grundsätzlich bewerten wir beide Optionen. Die Frage ist: Was ist jetzt wichtig für die Mannschaft? Was ist wichtig für den Verein? Für die nächste Zeit?“

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