Bayern München: Ehemalige Spieler üben Kritik an ihren Wechseln

Bayern München: Ehemalige Spieler üben Kritik an ihren Wechseln

Der FC Bayern München hat einen hervorragenden Saisonauftakt hingelegt. Doch nun sorgt scharfe Kritik von ehemaligen Stars für unerwünschte Aufmerksamkeit.

München – Während der FC Bayern sportlich glänzt, kommen abseits des Platzes unangenehme Töne von zwei ehemaligen Spielern. Kingsley Coman und Joao Palhinha nutzten die Länderspielpause, um offen über ihre Zeit beim deutschen Rekordmeister zu sprechen und ihre Unzufriedenheit mit dem Klub zu äußern.

Im Gespräch mit der französischen Zeitung L’Équipe äußerte Coman zunächst versöhnliche Worte: „Ich werde zurückkommen, um mich zu verabschieden. Ich habe fast zehn Jahre dort verbracht, und es ist der Verein, der mir am meisten am Herzen liegt.“ Allerdings ließ der 29-Jährige auch durchblicken, dass die Trennung alles andere als harmonisch verlief.

Der Wechsel Comans zu Al-Nassr für rund 25 Millionen Euro wurde laut tz maßgeblich von Sportvorstand Max Eberl organisiert, offenbar jedoch nicht ganz im Sinne des Flügelspielers. „Ein Teil des Vereins wollte, dass ich gehe“, erklärte Coman. „Mir wurde gesagt, dass der Klub aufgrund seiner finanziellen Lage offen für einen Wechsel sei. Ich hatte die Zuneigung des Trainers, der Fans und einiger Vorstandsmitglieder, aber nicht aller.“

Auch seine letzten Tage an der Säbener Straße beschrieb der Franzose kritisch: „Ganz am Ende des Transfers gab es Dinge – die ich nicht näher erwähnen möchte –, die die Situation kompliziert machten.“ Trotz der gemischten Gefühle über seinen Abschied bezeichnete Coman den Wechsel als „die beste Lösung“ für sich. Er scheint seinen Neustart in Saudi-Arabien zu genießen.

Mit zwei Toren und vier Vorlagen in nur vier Ligaspielen hat der Offensivspieler sofort eingeschlagen. „Es war die richtige Entscheidung“, resümierte er. Auch Joao Palhinha, der mittlerweile an Tottenham Hotspur ausgeliehen ist, blickte in einem Interview mit portugiesischen Medien kritisch auf seine Zeit bei Bayern zurück.

„Bei Tottenham habe ich Chancen bekommen, die ich vorher nicht hatte“, sagte der Mittelfeldspieler, der beim FCB kaum über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskam. „Ich habe nicht die Gelegenheiten bekommen, die ich meiner Meinung nach verdient hätte.“ Im Gegensatz dazu ist Palhinha bei seinem englischen Klub Stammspieler und blüht regelrecht auf: Mit sieben Einsätzen und konstant starken Leistungen zeigt er einen deutlichen Kontrast zu seiner Münchner Zeit, in der er in der vergangenen Saison nur auf zehn Pflichtspiele kam.

Die jüngsten Aussagen der beiden Ex-Spieler dürften den Verantwortlichen in München wenig gefallen. Besonders Max Eberl, der eine zentrale Rolle bei beiden Transfers spielte, steht im Fokus der Kritik, wie die tz erfahren haben will. Der 52-Jährige sah sich im vergangenen Sommer unter Druck, das Gehaltsbudget des Vereins zu reduzieren und Transfereinnahmen zu generieren. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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