Bayern München rettet Unentschieden gegen Heidenheim in der Nachspielzeit
Michael Olises Ausgleichstreffer in der 100. Minute verhinderte eine Blamage für Bayern München gegen den Tabellenletzten FC Heidenheim. Der Fokus der Bayern lag jedoch bereits auf einem anderen Spiel.
München – Nach dem 3:3 (1:2) gegen Heidenheim steht fest, dass der Bundesliga-Rekord von 91 Punkten der Heynckes-Triple-Bayern aus der Saison 2012/13 bestehen bleibt. Zum zweiten Mal in dieser Saison konnte Vincent Kompanys Team zu Hause gegen ein Tabellen-Schlusslicht nur ein Unentschieden erzielen, und wie bereits gegen Mainz im Dezember gelang dies nur durch einen späten Treffer.
Wie in den vorherigen Ligaspielen verzichtete Kompany auf zahlreiche Stammspieler in der Startaufstellung. Auch die Ersatzspieler schienen bereits mit den Gedanken beim Halbfinalrückspiel der Champions League am Mittwoch zu sein. Der deutsche Meister lag nach einer halben Stunde aufgrund von zwei Abwehrfehlern durch Tore von Budu Zivzivadze und Eren Dinkci bereits mit 0:2 zurück, während die Offensive ohne Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz blass blieb.
Ein schöner Freistoßtreffer von Leon Goretzka (44.) ließ die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit einfacher erscheinen. Tatsächlich wechselte der FCB-Coach zur Halbzeit sein offensives „Trio infernale“ sowie Joshua Kimmich ein, was die Spielstruktur klarer machte. Als Goretzka erneut eine Ecke von Olise zum 2:2 verwertete, schien es, als würde Heidenheim untergehen.
Doch nachdem alle FCB-Spieler offensichtlich das PSG-Match im Hinterkopf hatten, befreite sich die Mannschaft von Frank Schmidt aus der Umklammerung und setzte einige Konter. Zivzivadze brachte Heidenheim nach einem solchen Konter (76.) erneut in Führung. Michael Olises Ausgleichstreffer zum 3:3 in der 100. Minute war die letzte Szene des Spiels. Die Münchner zeigten erneut Moral und drehten einen klaren Rückstand – das Wichtigste an diesem Maisamstag bei sommerlichen Temperaturen war jedoch, dass sich kein Spieler mit Blick auf das schwere Spiel gegen Paris verletzte.
Die Stimmen der Bayern:
Cheftrainer Vincent Kompany:
„Es war die Mentalität, der Glaube. Wir können natürlich vieles besser machen, aber trotzdem darf man nicht vergessen, dass die Jungs am Ende alles dafür tun, das Spiel nicht zu verlieren. Das müssen wir mitnehmen ins nächste Spiel. Alles andere sind Details, die wir verbessern müssen. Die Jungs von Heidenheim haben um ihr Leben gekämpft und gut verteidigt. Wir haben am Anfang nicht unser Niveau gebracht, das haben sie gut genutzt.“
Sportdirektor Christoph Freund:
„Wir wollten gewinnen und am Ende unbedingt nicht verlieren. Für Heidenheim ist es natürlich bitter. Morgen werden die Burschen regenerieren und dann haben wir zwei Tage, in denen wir uns intensiv auf das Spiel am Mittwoch vorbereiten werden. Natürlich kassieren wir aktuell zu viele leichte Gegentore. Am Mittwoch wird jeder mit 100 Prozent in die Zweikämpfe gehen.“
Doppeltorschütze Leon Goretzka:
„Man hat gemerkt, die Jungs sind heiß. Ich bin wirklich gespannt, am Mittwoch wird das Ding hier brennen. Ich habe richtig Bock auf das Spiel, wir wollen ins Finale. Jetzt geht es darum, die Kräfte zu bündeln, sich zu sammeln und am Mittwoch alles in die Waagschale zu werfen.“
Jonas Urbig:
„Die Unterstützung von den Rängen ist außergewöhnlich. Darauf bauen wir auch wieder. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Allianz Arena am Mittwoch brennen wird.“