Borussia Dortmund kämpft sich im DFB-Pokal zum Sieg gegen RW Essen

Borussia Dortmund kämpft sich im DFB-Pokal zum Sieg gegen RW Essen

Borussia Dortmund hat im DFB-Pokal bei RW Essen einen mühevollen Sieg errungen, der vor allem einem herausragenden Spieler zu verdanken ist. Hier ist die Einzelkritik der Spieler.

Nach einem ordentlichen Start des BVB gelang es dem Drittligisten RW Essen, den klaren Favoriten in einen echten Pokalfight zu verwickeln, den Trainer Niko Kovač eigentlich vermeiden wollte. Zur Halbzeit hatte Essen sogar ein Chancenplus verzeichnet. Im zweiten Durchgang spielte sich das Geschehen vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Schließlich fand Ramy Bensebaini mit einem präzisen Pass am Sechzehnmeterraum Serhou Guirassy, der sein Können als Weltklassestürmer mit dem erlösenden 1:0 für Dortmund unter Beweis stellte. Danach wurde es nur in der Nachspielzeit noch einmal spannend.

Gregor Kobel

Der Torhüter war in der ersten Halbzeit fast 20 Minuten beschäftigungslos, wurde dann aber bis zur Pause stärker gefordert als erwartet. Er zeigte eine starke Parade gegen Mizuta (32.) und war im Duell mit Safi (41.) herausragend. Nach dem Seitenwechsel war er weniger im Fokus, bewies aber in der Nachspielzeit erneut seine Klasse. Note: 2,0

Filippo Mane

Seine mangelnde Erfahrung war beim Profidebüt zunächst nicht zu erkennen. Er verteidigte mutig und zeigte sich in Zweikämpfen robust. Mit dem Ball agierte er zumeist sicher. Note: 3,0

Waldemar Anton

Rettete nach einem Stellungsfehler von Bensebaini in höchster Not während eines Essener Konters (23.). Ansonsten spielte er souverän, konnte aber im Spielaufbau keine Glanzlichter setzen. Note: 3,0

Ramy Bensebaini

Hatte einige Lapsus im Stellungsspiel und wurde mehrfach in Sprintduellen überlaufen. Rettete jedoch mit einer beeindruckenden Grätsche gegen Safi (62.). Note: 4,0

Yan Couto

Sein Auftritt war von Licht und Schatten geprägt: Er hatte starke Szenen, wie beim Dribbling gegen mehrere Essener (22.) und einem wichtigen Block (60.), aber auch einige Fehlpässe ins Nichts (z.B. 29.). In der zweiten Hälfte gewann er an Stabilität. Note: 4,0

Pascal Groß

Auf der halbrechten Achterposition blieb er eher unauffällig, bis er einen Traumpass für Beier spielte (36.). Danach ging er mit seinen Teamkollegen unter. Note: 4,5 (ab 64. Jobe Bellingham, der sofort präsent war und geschickt einen Freistoß herausholte. Note: 3,0)

Marcel Sabitzer

Er hatte bereits nach 30 Sekunden die erste Chance für den BVB und war danach vor allem um Ordnung und Struktur bemüht, was nicht immer gelang. In der zweiten Hälfte gewann er an Einfluss, als Dortmund umstellte und er das Zentrum besser kontrollieren konnte. Note: 3,5 (ab 90.+2 Salih Özcan, keine Bewertung)

Felix Nmecha

Er zeigte einige schöne Aktionen, konnte jedoch auf seiner offensiveren Position in der ersten Halbzeit keine entscheidenden Akzente setzen. In der zweiten Hälfte war er defensiv engagiert. Note: 3,5

Daniel Svensson

Das Spiel des BVB verlief in der ersten Halbzeit meist über die rechte Seite, was Essen zugutekam und Svensson wenig involvierte. Im zweiten Durchgang war er präsenter und defensiv aufmerksam. Note: 3,5

Serhou Guirassy

Er wurde von seinen Mitspielern nur selten angespielt und fiel deshalb oft zurück, um den Ball zu bekommen. Bei seinen Abschlüssen hatte er zunächst kein Glück (35., 45.+1, 52.). Schließlich erzielte er jedoch ein herausragendes Tor, als er sich um den Gegner drehte und trocken ins rechte untere Eck abschloss (79.). Note: 3,0

Maximilian Beier

Er bot viele clevere Tiefenläufe an, die von seinen Kollegen jedoch nur selten erkannt wurden. Er scheiterte bei seiner Großchance am starken Torwart Golz (36.). Nach der Halbzeit war er nicht mehr präsent. Note: 4,0 (ab 64. Julian Brandt, der mit zwei Ballverlusten und einem Freistoß ans Außennetz begann, danach aber abtauchte. Note: 4,0)

Berichtet aus dem Stadion an der Hafenstraße in Essen von Lars Pollmann.

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