Borussia Dortmund sichert sich wichtigen Sieg in Augsburg
Der BVB zeigt derzeit zwar keine spielerischen Glanzstücke, doch die Ergebnisse stimmen in dieser intensiven Phase. In Augsburg gelang sogar ein Rekord.
Augsburg – Borussia Dortmund hat die englische Woche am Freitagabend erfolgreich abgeschlossen. Obwohl der BVB beim FC Augsburg spielerisch nicht überzeugte, zählt am Ende nur das Ergebnis. Nach den 120 Minuten im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt war es für die Schwarzgelben wichtig, drei Punkte zu sichern, was ihnen mit einem 1:0-Sieg gelang.
Trotz der Müdigkeit kann sich der BVB in dieser Phase auf eine stabile Abwehr verlassen, ungeachtet der personellen Engpässe. In Augsburg fehlten Nico Schlotterbeck und Niklas Süle, doch Ramy Bensebaini kehrte zurück. Gemeinsam mit Aaron Anselmino und Waldemar Anton ließ er kaum Chancen für Augsburg zu. Bemerkenswert ist der Trend: Sechs Spiele ohne Gegentor in den ersten neun Spieltagen sind ein neuer Rekord für den BVB.
„Das ist der Schlüssel in dieser Saison, wir sind defensiv sehr stabil“, analysierte Gregor Kobel beim TV-Sender Sky. Der Schweizer war nach dem Spiel mehr über eine Gelbe Karte wegen Zeitspiels verärgert als über den Spielverlauf. Seine Vorderleute machten ihm das Leben leicht: Erst in der Nachspielzeit musste Kobel ernsthaft eingreifen.
Nur einmal wurde Augsburg wirklich gefährlich, als Einwechselspieler Jobe Bellingham passend zu Halloween ein beeindruckendes Tackling auspackte. Auch wenn beide Mannschaften über weite Strecken wenig überzeugend im Ballbesitz waren, kann der BVB dies in der aktuellen Situation getrost ignorieren.
„Nach den 120 Minuten am Dienstag war jeder ein bisschen am Limit. Daher sage ich zu diesem Spiel nicht viel – drei Punkte, top, nach Hause, erholen“, so Kobels Marschroute. Mittelfeld-Routinier Pascal Groß wagte hingegen einen Vergleich, den die Dortmunder eigentlich nicht gerne hören: „Solche Spiele muss man auswärts gewinnen, das haben wir letztes Jahr nicht geschafft.“
Obwohl der BVB die positive Entwicklung unter Niko Kovač anerkennt, möchten sie nicht gegen Nuri Şahin nachtreten und die mangelnde Einstellung im Team ist auch nicht mehr im Gedächtnis. Aktuell ist die Einstellung jedoch ein Plus für den BVB: „Läuferisch geben die Jungs alles, kämpferisch auch. Das brauchst du“, zeigte sich Kovač erfreut. Nach der Niederlage gegen den FC Bayern hat sein Team sofort eine neue Serie gestartet und in allen drei Wettbewerben Erfolge gefeiert, trotz der vielen Reisen und der geringen Erholungszeit.
In Euphorie verfällt der BVB jedoch nicht. „Es war uns klar, dass es kein schönes Spiel wird, sondern intensiv. Wir waren das kleine Quäntchen besser durch den Treffer. Alles andere war von beiden Seiten viel Kampf und Krampf“, mahnte Kovač. Für drei Punkte muss sich Dortmund aber gewiss nicht schämen – erst recht nicht am Ende der bisher wohl intensivsten Woche der Saison.