Borussia Mönchengladbach bereitet sich auf das Duell gegen Heidenheim vor
Borussia Mönchengladbach setzt ihre Erfolgsserie gegen den 1. FC Heidenheim fort. Kapitän Tim Kleindienst könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.
Mönchengladbach – Der Name Tim Kleindienst sorgt bei Borussia Mönchengladbach für Aufmerksamkeit. Die Fohlen freuen sich auf die Rückkehr des Stürmers, der eifrig daran arbeitet, bald wieder auf dem Platz zu stehen. Eine erste Möglichkeit könnte sich im Duell gegen seinen ehemaligen Verein Heidenheim ergeben.
„Morgen schauen wir uns kurz in die Augen und entscheiden, ob Tim ein Kandidat für den Kader ist“, äußerte Eugen Polanski am Donnerstag über die Möglichkeit, Kleindienst zu nominieren. „Es ist eine besondere Situation, da Tim unser Kapitän ist und sein Wort Gewicht hat, auch aufgrund seiner Qualität. Es bringt einen erheblichen Mehrwert, wenn ein Spieler wie er die Gruppe stärken kann.“
Allerdings wäre Kleindienst nur für die letzten Minuten in Betracht zu ziehen. Seit Mai hat der deutsche Nationalspieler kein Pflichtspiel mehr bestritten, und bei seiner Knieverletzung, die den Meniskus betraf, war Vorsicht geboten. Robin Hack kehrt ebenfalls nach einem Innenmeniskusriss zurück, und Jens Castrop ist nach abgesessener Rotsperre wieder im Kader.
Während Polanski in seinen ersten Spielen noch die Herausforderung hatte, genügend Offensivkräfte zu finden, wird er in den kommenden Wochen schwierige Entscheidungen treffen müssen. Für das Spiel gegen Heidenheim sind jedoch kaum Veränderungen zu erwarten, wobei Gladbach gezwungen ist, Anpassungen vorzunehmen: Aufgrund eines Muskelfaserrisses fällt Philipp Sander aus der Dreierkette aus.
Die zentrale Frage ist, wer Sander ersetzen wird. Marvin Friedrich, Joe Scally und Yannik Engelhardt sind mögliche Kandidaten. Im Offensivbereich wird erwartet, dass Florian Neuhaus, Haris Tabaković und Franck Honorat erneut für Torgefahr sorgen werden. Unklar bleibt, wer auf der linken Seite spielen wird – Lukas Ullrich fehlte beim Länderspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Georgien im Kader.
Nicolas – Scally, Diks, Elvedi – Castrop, Reitz, Engelhardt, Ullrich (Netz) – Neuhaus – Honorat, Tabaković
Wenn Scally in die Fußstapfen von Reitz tritt, könnte Castrop die Rolle des rechten Außenverteidigers übernehmen. In diesem Fall wäre Engelhardt neben Rocco Reitz im defensiven Mittelfeld gesetzt. Sollte die Zeit für Ullrich knapp werden, hat Polanski mit Luca Netz eine Alternative zur Verfügung.
„Es ist kein Schaulaufen, wir bereiten uns auf ein hartes und unangenehmes Spiel vor“, sagte Polanski und deutete an, dass er auf Experimente verzichten wird. „Wir werden dennoch versuchen, das Spiel mit unseren Mitteln zu gestalten und zu gewinnen. Die Erwartungen, die ich an die Mannschaft habe – und ich beziehe mich da auch auf mich selbst – sind hoch.“