Borussia Mönchengladbach blickt optimistisch trotz Negativ-Rekord

Borussia Mönchengladbach blickt optimistisch trotz Negativ-Rekord

Borussia Mönchengladbach hat mit dem 0:0 gegen den SC Freiburg einen Negativ-Rekord aufgestellt, bleibt jedoch optimistisch für die kommenden Spiele.

Mönchengladbach – Obwohl die rote Laterne an den 1. FC Heidenheim abgegeben wurde, bleibt die Situation für Borussia Mönchengladbach angespannt. Nach dem sechsten Spieltag der Bundesliga befindet sich die Fohlen-Elf weiterhin in der Abstiegszone und belegt den 17. Platz. Das torlose Unentschieden gegen Freiburg war bereits das 13. sieglose Spiel in Folge.

Dieser Negativ-Rekord ist für niemanden in Gladbach zufriedenstellend, denn zuvor hatte die Mannschaft in ihrer Vereinsgeschichte nie länger als zwölf Spiele auf einen Sieg gewartet. Trotz dieser unglücklichen Bilanz blieb das Glas am Sonntagabend im Borussia-Park halbvoll.

„Ich hätte lieber gewonnen, die Fans auch, das ist kein Geheimnis. Dennoch spiele ich lieber 0:0 als zu verlieren“, äußerte Philipp Sander und bewertete das leistungsgerechte Remis gegen Freiburg. Im Vergleich zum torreichen 4:6 gegen Eintracht Frankfurt zeigte Gladbach eine verbesserte defensive Kompaktheit, während das eigene Spiel mit dem Ball weiterhin verbesserungswürdig bleibt.

Die Abwesenheit von Robin Hack, Franck Honorat, Giovanni Reyna und Tim Kleindienst führte zu einem Mangel an Tempo und Dynamik in der Offensive. Gladbach agierte im 4-4-1-1-System, wobei Jens Castrop und Rocco Reitz ab der Mitte der ersten Halbzeit gut ins letzte Drittel vorstießen. Jedoch mangelte es an der Qualität im letzten Pass und beim Abschluss.

Florian Neuhaus, der nach einer Verletzung in die Startelf zurückkehrte, erzielte drei Torschüsse, aber Noah Atubolu hatte bei keinem dieser Versuche Probleme. Gladbach hatte auch Schwierigkeiten mit der schnellen Reaktion der Freiburger nach Ballverlusten, oft wurde ein Spieler oder ein Bein dazwischen geschoben. So blieb der Offensivdruck letztlich begrenzt.

„Wir hatten offensiv ein bis zwei Chancen, die wir nutzen hätten können“, sagte Sander und erklärte das zähe Offensivspiel. Positiv hervorzuheben sei die Arbeit gegen den Ball: „Wir haben uns nach dem letzten Spiel vorgenommen, kompakt zu stehen und wenig zuzulassen. Das ist uns heute gut gelungen.“

Reitz, der sich in einer ungewohnten Position defensiv orientierte, zog ein ähnliches Fazit: „Ich bin nicht der klassische Rechtsaußen, aber ich komme damit klar. Heute habe ich defensiver gearbeitet, um die Null zu halten. Das hat Auswirkungen auf die Offensive, da ich oft in die Kette zurückfallen musste.“

Die gute Defensivarbeit müsse Gladbach beibehalten, betonte Reitz: „Wir müssen immer hinter den Ball kommen, die Räume eng machen und das Zentrum verdichten, wenn wir den Ball verlieren.“ Ein Tor wäre dann das i-Tüpfelchen: „Wir müssen mehr Abschlüsse suchen und die Räume besser besetzen, wenn der Ball ins Spiel kommt.“

Borussia war „nicht zwingend genug in Richtung Tor“ und hatte „gute Räume und Bälle, aber die Räume wurden zu spät besetzt“, so Reitz über die Offensivleistung. „Wenn der Fokus mehr auf der Defensive liegt, leidet das Offensivspiel darunter. Dennoch sind wir in gute Situationen gekommen, die wir besser nutzen müssen.“

Das Spiel gegen die Breisgauer war ein wichtiger Schritt, doch die Frage nach der Konstanz bleibt bestehen. Nach dem 0:4 gegen Werder Bremen folgte ein 1:1 gegen Bayer Leverkusen, dann das 4:6 gegen Eintracht Frankfurt und schließlich das 0:0 gegen Freiburg. Das Ziel muss sein, nach der Länderspielpause gegen Union Berlin eine weitere Niederlage zu verhindern und häufiger zu punkten.

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