Borussia Mönchengladbach erwägt Abgänge trotz geschlossenem Transferfenster
Obwohl das Transferfenster geschlossen ist, zieht Borussia Mönchengladbach in Erwägung, sich von zwei Spielern zu trennen.
Mönchengladbach – Auf der Zugangsseite wird bei Borussia Mönchengladbach voraussichtlich nichts mehr passieren, da der Transfermarkt in Deutschland seit dem 1. September geschlossen ist. Da jedoch Klubs aus anderen Ländern weiterhin Spieler verpflichten können, sind Abgänge nach wie vor möglich.
Das Transferfenster in Österreich bleibt bis zum 5. September geöffnet, in Belgien sind Transfers bis zum 8. September möglich und in der Schweiz bis zum 9. September. In der Türkei können Transfers bis zum 12. September getätigt werden, während die Transferperiode in Portugal sogar bis zum 16. September andauert.
Diese Gegebenheiten eröffnen Borussia die Möglichkeit, sich von einem Duo zu trennen – obwohl die Fans bereits besorgt sind, dass der Kader zu dünn besetzt ist. Insbesondere in der Offensive könnte es ohne Tim Kleindienst und Nathan Ngoumou eng werden. Die sportliche Leitung unter Geschäftsführer Roland Virkus hat jedoch entschieden abzuwarten, bis beide Angreifer wieder fit sind.
Grant-Leon Ranos ist eine der wenigen Alternativen in der Spitze und auf den Außenbahnen, doch die Aussichten des armenischen Nationalspielers sind nicht besonders vielversprechend. Nach einer erfolglosen Leihe zum 1. FC Kaiserslautern in der Rückrunde der vergangenen Saison könnte Ranos erneut verliehen werden.
Ähnliches gilt für Oscar Fraulo. Der zentrale Mittelfeldspieler hat sich in den letzten beiden Spielzeiten beim FC Utrecht positiv entwickelt, sieht sich jedoch hinter Rocco Reitz, Philipp Sander, Yannik Engelhardt, Jens Castrop und Florian Neuhaus nahezu chancenlos.
Ein Kurzeinsatz im DFB-Pokal ließ Hoffnung auf eine Wende für Fraulo aufkeimen, jedoch hat er in der Bundesliga bislang keine Spielminute erhalten. Ranos und Fraulo seien „zwei Spieler, denen wir auf mittlere Sicht zutrauen, Bundesliga bei Borussia zu spielen“, zitiert die Bild-Zeitung Gerardo Seoane. Kurzfristig fehlt ihnen jedoch die Perspektive.
„Wir können sie trainieren, wir können sie formen. Aber wir können ihnen das Wichtigste, die Spielpraxis, aufgrund der Konkurrenzsituation möglicherweise nicht in ausreichendem Maße bieten“, sagte Seoane und betonte: „Sollte es noch interessante Angebote für die beiden geben, muss man das in die Überlegungen einbeziehen.“
Bei Fraulo erscheint neben einer Leihe auch ein endgültiger Abgang vorstellbar. Laut Transfermarkt ist sein Vertrag nur bis 2026 gültig, weshalb bei einer erneuten Ausleihe eine Vertragsverlängerung notwendig wäre. Ranos ist bis 2027 an Borussia gebunden, in seinem Fall wäre ein temporärer Abgang unproblematisch.
Ob sich das Duo vom Niederrhein verabschieden wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der bisherigen Entwicklungen wäre dies jedoch keine allzu große Überraschung. Die Fohlen suchen nach positiven Beispielen für den „Borussia-Weg“ – Fraulo und Ranos zählen bislang noch nicht dazu.