Borussia Mönchengladbach feiert vierten Pflichtspielsieg in Folge
Borussia Mönchengladbach hat ihre Siegesserie gegen den 1. FC Heidenheim ausgebaut. Ein bedeutender Moment war das Comeback von Tim Kleindienst.
Mönchengladbach – Nach der Vertragsverlängerung von Eugen Polanski setzt Borussia Mönchengladbach ihren Aufwärtstrend fort. Am Samstag feierten die Fohlen einen 3:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim und erzielten damit den vierten Pflichtspielsieg in Folge. Damit haben die Gladbacher einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht.
Die letzte Serie von vier Siegen in Folge fand zwischen Ende Februar und Anfang März 2017 unter Dieter Hecking statt. In den darauffolgenden Jahren blieb Borussia zwar mehrfach über vier Spiele hinweg ungeschlagen, erzielte dabei jedoch in der Regel drei Siege und ein Unentschieden. Es dauerte fast sechs Jahre, bis die Fohlen-Elf unter Polanski dieses Kunststück erneut vollbrachte.
Nach dem achten Bundesliga-Spieltag war Gladbach noch Tabellenletzter mit nur drei Punkten. Nach drei weiteren Partien hat sich das Team jedoch auf den elften Platz mit zwölf Punkten vorgekämpft. Die direkten Abstiegsplätze sind nun sechs Punkte entfernt, während der Vorsprung auf den Relegationsplatz mindestens vier Punkte beträgt. Polanski hat somit die größte Hürde vorerst gemeistert.
In den vergangenen Wochen hat Gladbach eine bemerkenswerte 180-Grad-Wende vollzogen. Die vier Pflichtspielsiege wurden mit einem Torverhältnis von 13:2 erzielt. Während zu Saisonbeginn sowohl die Offensive als auch die Defensive problematisch waren, läuft es derzeit in beiden Bereichen hervorragend. Heidenheim hatte nur wenige Chancen, während Borussia eiskalt zuschlug und in der zweiten Halbzeit sogar weitere Treffer hätte erzielen können.
„Wir haben die Räume gut genutzt, die Heidenheim uns gegeben hat. Wir hätten mehr Tore schießen können“, analysierte Rocco Reitz die Chancenverwertung am Sky-Mikrofon. Der Vizekapitän war einer der auffälligsten Spieler, bediente Haris Tabaković vor dem 2:0 (55.) und initiierte das 3:0 durch Shuto Machino (76.).
„Ich wusste, dass Haris in die Box rennt. Ich habe mir gedacht, ich lege den Ball einfach in den Raum rein. Haris macht den super mit links rein“, sagte Reitz über seine Vorlage. Die Mechanismen greifen langsam ineinander: „Das kommt irgendwann – je mehr Spiele du miteinander machst, je mehr du miteinander trainierst, je mehr Selbstvertrauen du sammelst, desto eher gelingt so etwas auch.“
Tabaković hat nun acht Tore in zwölf Pflichtspielen für Borussia erzielt, während Machino in seinem elften Einsatz sein drittes Tor feierte. Der Japaner kommt von der Bank aus immer mehr in Fahrt, nachdem er zuvor bereits im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC und in der Bundesliga gegen St. Pauli getroffen hatte. Damit erhöht sich der Konkurrenzkampf im Team.
Dieser nimmt seit dieser Woche endgültig Fahrt auf. Tim Kleindienst kehrte am Montag ins Mannschaftstraining zurück, feierte in Heidenheim seine Rückkehr in den Spieltagskader und wurde in der 90. Minute eingewechselt. Der deutsche Nationalspieler möchte seinen Stammplatz zurückerobern, und das 3-5-2-System könnte es allen Spielern erleichtern. „Ich wäre ein Fan davon, mit ihm zusammenzuspielen“, sagte Tabaković bei Sky über eine mögliche Doppelspitze mit Kleindienst.
Neben dem Mannschaftskapitän hat auch Robin Hack sein Comeback gefeiert. Der Flügelspieler hatte seit dem vierten Spieltag gefehlt, da ein Innenmeniskusriss einen früheren Einstieg unter Polanski verhinderte. Der Trainer muss nun eine Lösung finden, um Hack in die Mannschaft zu integrieren – denn die klassischen Flügelpositionen gab es zuletzt nicht mehr. Dies sind Luxusprobleme, von denen Polanski anfangs nur träumen konnte. Mittlerweile hat sich in Gladbach jedoch vieles zum Positiven gewendet.