Borussia Mönchengladbach leiht Yannik Engelhardt aus
Borussia Mönchengladbach hat Yannik Engelhardt ohne Kaufoption ausgeliehen. Laut Sport-Geschäftsführer Roland Virkus stellt dies sogar einen Vorteil dar.
In einer Zeit, in der Transfers oft Tage im Voraus bekannt werden, war diese Leihe eine echte Überraschung. Borussia Mönchengladbach hat sich die Dienste von Yannik Engelhardt für diese Saison gesichert. Der Spieler steht noch bis 2027 unter Vertrag beim italienischen Erstligisten FC Como.
Engelhardt wechselte 2024 für acht Millionen Euro von Zweitligist Fortuna Düsseldorf nach Italien, wo er bereits 26 Einsätze in der Serie A absolviert hat. Dennoch hegte er den Wunsch, in die Bundesliga zurückzukehren, der nun in Gladbach in Erfüllung geht.
Der 24-Jährige ist bei Borussia als Alternative zu Philipp Sander im defensiven Mittelfeld eingeplant und gleichzeitig eine vorausschauende Lösung für den bevorstehenden Abgang von Julian Weigl. „Ich kann bestätigen, dass Julian sich in Saudi-Arabien befindet. Wir sind auf einem guten Weg, es ist aber noch nicht final“, erklärte Virkus am Montag bei Sky Sport.
Weigl soll verkauft werden, während Engelhardt ohne Kaufoption ausgeliehen wurde. Dies könnte im kommenden Sommer zu einer Kaderlücke führen. Berichten zufolge wurde jedoch bereits kurz nach der Bekanntgabe des Transfers eine feste Verpflichtung des ehemaligen Düsseldorfer angedeutet.
In einem Gespräch mit dem Bezahlsender sprach Virkus über die fehlende Kaufoption als „besonderen Griff in die Trickkiste“. Es sei schwierig gewesen, eine solche Option zu vereinbaren, da die Leihe sonst nicht zustande gekommen wäre. „Das wäre nur mit einer Vertragsverlängerung in Como möglich gewesen, dann wäre die Kaufoption unrealistisch gewesen“, so Virkus.
Borussia habe nun hinsichtlich des Sommers 2026 „einen Vorteil“, fügte er hinzu: „Der Vertrag läuft ein Jahr nach dem Ende der Leihe aus. Das verbessert unsere Chancen – ich glaube, das sagt alles.“ Die Hoffnung liegt offensichtlich darauf, eine günstigere Ablösesumme zu verhandeln, als es im Rahmen einer Kaufoption möglich gewesen wäre, da die Spielerseite sonst mit einem ablösefreien Transfer im Jahr 2027 drohen könnte.
Vorläufig bleibt Engelhardt jedoch nur auf Leihbasis bei Borussia und soll ab sofort seine Stärken im Mittelfeld einbringen. „Er bringt ein Profil mit, das wir so nicht im Kader haben. Er ist ein guter Kopfballspieler, hat ein gutes Zweikampfverhalten, ist intelligent und energetisch. Das passt gut zu unserem Fußball“, sagte Virkus.
Kurze Zeit später gab der Sportchef bekannt, dass Torhüter Jonas Omlin voraussichtlich bleiben wird. „Es gab eine Anfrage aus Leicester, aber wir können sehr wahrscheinlich sagen, dass Jonas bei uns bleibt und der Transfer nicht zustande kommen wird“, erklärte der 58-Jährige. Damit wäre auch die Verpflichtung eines neuen Torwarts als Nummer zwei vom Tisch.