Überraschender Transfer von Borussia Mönchengladbach am Deadline Day

Überraschender Transfer von Borussia Mönchengladbach am Deadline Day

Bleibt Borussia Mönchengladbach am Deadline Day in der Zuschauerrolle? Mitnichten! Die Fohlen haben einen überraschenden Transfer getätigt.

Update vom 1. September 2025, 15:35 Uhr: Nach dem Transfer von Yannik Engelhardt hat sich ein anderer Deal offenbar zerschlagen. Wie Sky Sport berichtet, soll ein Wechsel von Jonas Omlin zu Leicester City nicht zustande kommen. Der Torhüter, der zur Nummer zwei hinter Moritz Nicolas degradiert wurde, wird in Gladbach bleiben.

Update vom 1. September 2025, 12:57 Uhr: Borussia Mönchengladbach hat Yannik Engelhardt vom italienischen Erstligisten FC Como ausgeliehen. „Mit seinem Profil deckt er nahezu alle Positionen in der Defensive ab. Die Möglichkeit, ihn für ein Jahr zu leihen, hat sich kurzfristig ergeben. Es freut uns sehr, dass er sich für Borussia entschieden hat“, wird Roland Virkus zitiert.

Engelhardt kann als Sechser, Innenverteidiger und Rechtsverteidiger spielen. Der 24-Jährige wurde in der Jugend von Werder Bremen ausgebildet und wechselte über den SC Freiburg zu Fortuna Düsseldorf. Bei den Rheinländern empfahl er sich in der Saison 2023/24 in 37 Pflichtspielen für den Schritt nach Italien, wo Como vor einem Jahr eine Ablösesumme von acht Millionen Euro zahlte.

Engelhardt kam in der Serie A 26-mal zum Einsatz. Nun kehrt er nach Deutschland zurück. „Ich habe schon als kleiner Junge davon geträumt, in der Bundesliga zu spielen. Diesen Traum jetzt bei Borussia verwirklichen zu können, freut mich sehr. Borussia ist ein großer Klub mit einer beeindruckenden Fanbasis und einem tollen Stadion“, wird Engelhardt zitiert.

Die Leihe deutet auf einen möglichen Abgang von Julian Weigl hin. Laut Sky Sport soll sich der Mittelfeldspieler bereits in Saudi-Arabien befinden, mit Al-Qadsiah als potenziellem neuen Verein.

Erstmeldung vom 1. September 2025: Mönchengladbach – „Ich bin immer selber gespannt, was auf dem Transfermarkt noch passiert“, sagte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus nach der 0:1-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart. In den vergangenen Tagen hat Virkus den Markt mehrfach als unberechenbar bezeichnet, traditionell nimmt das Transfer-Treiben zum Schluss verrückte Züge an.

Ein Beispiel ist der FC Bayern. Am Deadline Day 2023 scheiterte ein Transfer von João Palhinha, obwohl der Mittelfeldspieler bereits den Medizincheck absolviert hatte, weil der FC Fulham keinen Ersatz fand. Auch die Verpflichtung von Nicolas Jackson kam am vergangenen Wochenende nicht zustande, obwohl der Stürmer bereits in München eingetroffen war. Aufgrund einer Verletzung von Liam Delap sah der FC Chelsea kurzfristig von einer Leihe ab.

In Gladbach ist ein solches Chaos nicht zu erwarten, doch auch am Niederrhein drängt die Zeit. Seit dem ersten Bundesliga-Spieltag steht ein Wechsel von Julian Weigl nach Saudi-Arabien im Raum, doch bisher konnte keine Partei Vollzug melden. Laut der saudischen Zeitung Al-Riyadh soll Al-Qadsiah ein Angebot in Höhe von fünf Millionen Euro eingereicht haben, während zuvor Al-Shabab als potenzieller Abnehmer gehandelt wurde.

„Wenn so ein wichtiger Spieler kommt und sagt, er möchte sich verändern, setzt man sich an einen Tisch“, sagte Virkus über einen möglichen Abgang von Weigl und betonte: „Es muss für alle Parteien stimmen, damit es zu einem Wechsel kommt. Bisher gibt es da nichts Neues.“ Im Falle eines Transfers erwägt Borussia die Verpflichtung eines neuen Sechsers, doch dafür bleibt kaum noch Zeit.

Unklar bleibt auch die unmittelbare Zukunft von Jonas Omlin. Der Torhüter wurde in der vergangenen Woche mit Leicester City in Verbindung gebracht. Sollte Omlin gehen, zieht Borussia in Betracht, eine neue Nummer zwei zu verpflichten. Die Verantwortlichen hatten sich mit einer Rückkehr von Janis Blaswich beschäftigt, der jedoch Mitte August zu Bayer Leverkusen gewechselt ist.

Seit der Verpflichtung von Giovanni Reyna am ersten Bundesliga-Wochenende befindet sich Gladbach in einer Position des Reagierens. Solange kein Spieler den Klub verlässt, sind keine weiteren Neuzugänge zu erwarten. Der Verzicht auf einen Rechtsverteidiger ist ein Bekenntnis für Joe Scally und Fabio Chiarodia, während Reyna und perspektivisch Wael Mohya auf dem linken Flügel aushelfen sollen.

Dennoch ist Virkus kein Freund davon, etwas kategorisch auszuschließen. „Man muss schauen, welche Chancen man hat, an die man vorher noch nicht gedacht hat. Man kann viel planen, aber der Markt ist so dynamisch“, so der Sportchef, der augenzwinkernd einen Vergleich zog: „Ihr habt ja auch nicht damit gerechnet, dass Nick Woltemade nach Newcastle wechselt.“

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