Borussia Mönchengladbach plant Wintertransfers zur Abwehrverstärkung

Borussia Mönchengladbach plant Wintertransfers zur Abwehrverstärkung

Borussia Mönchengladbach plant, im Winter die Abwehr zu verstärken. Werden die Fohlen auf dem Transfermarkt bei der Konkurrenz zuschlagen?

Mönchengladbach – Bei seinem Amtsantritt im Oktober stellte Rouven Schröder zwei wesentliche Punkte klar. Erstens bekräftigte er sein Vertrauen in Eugen Polanski, der im November mit einem bis 2028 befristeten Vertrag ausgestattet wurde. Zweitens erklärte Schröder, dass er in seiner ersten Transferperiode bei Borussia Mönchengladbach die Abwehr in den Fokus nehmen möchte.

Obwohl Gladbach in den letzten fünf Bundesligaspielen nur ein Gegentor kassiert hat, sind personelle Veränderungen zu erwarten. Immer wieder wird über einen möglichen Abgang von Marvin Friedrich spekuliert, während zudem Gerüchte um Luca Netz kursieren, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Schröder dämpfte jedoch die Erwartungen und erklärte Ende Oktober, dass nicht mit vielen Neuzugängen im Winter zu rechnen sei. Es ist klar, dass Gladbach über begrenzte finanzielle Mittel verfügt und die Niederlage im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC St. Pauli (1:2) eine Prämie von 1,7 Millionen Euro gekostet hat, die etwas Spielraum hätte schaffen können.

In diesem Zusammenhang bringt die Bild-Zeitung einen Namen ins Spiel, der bereits im Sommer in den Gerüchten kursierte: Omar Traoré. Der 27-Jährige befindet sich beim 1. FC Heidenheim im letzten Vertragsjahr, was den Tabellen-16. der Bundesliga dazu veranlassen könnte, einen Winter-Transfer in Erwägung zu ziehen, um noch eine Ablösesumme zu erzielen.

Traoré kommt hauptsächlich auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz und wurde im Sommer als Backup für Joe Scally gehandelt. Der US-Amerikaner, der zuletzt in der 3-5-2-Formation Philipp Sander (Muskelfaserriss) in der Dreierkette vertrat, hat keinen nominellen Konkurrenten mehr, seit Stefan Lainer zu RB Salzburg zurückgekehrt ist. Eine der wenigen Alternativen war bis dato der flexible Jens Castrop.

Der Heidenheimer hat ein anderes Profil als Scally, dessen Stärken vor allem im defensiven Bereich liegen. In 74 Bundesligaspielen für den FCH lieferte Traoré acht Torvorlagen und bringt neben Tempo auch Dynamik und Physis mit. Im 3-5-2-System könnte Traoré die Flügelpower erhöhen, da Franck Honorat in den vergangenen Wochen seine Stärken als zweite Spitze ausspielen durfte.

Es bleibt jedoch abzuwarten, auf welchen Positionen Gladbach insgesamt nachlegen wird. Eines ist klar: In der Abwehr besteht unabhängig von der jüngsten Leistungssteigerung Nachholbedarf. Während in anderen Mannschaftsteilen ein Überangebot herrscht, wurde die dünne Personaldecke in der Defensive bereits zu Saisonbeginn kritisiert. Ab Januar besteht die Möglichkeit, nachzurüsten.

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