Borussia Mönchengladbach strebt Wiedergutmachung gegen SC Freiburg an
Borussia Mönchengladbach wird am Sonntag gegen den SC Freiburg Wiedergutmachung anstreben. Florian Neuhaus könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Mönchengladbach – Während der Pressekonferenz am Freitagmittag war Eugen Polanski, Trainer von Borussia Mönchengladbach, sichtlich gelassen. Er bewahrte sein Lächeln und seine Begeisterung für den Job und zeigte sich in seiner gewohnt lockeren Art. Ebenso wenig vermisst er die Klarheit in seinen Aussagen über den Fußball der Fohlen-Elf.
„Wir haben klar benannt, was wir nie wieder sehen wollen und was besser laufen muss, aber auch, was ordentlich war“, erklärte Polanski zur Analyse der 4:6-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. „Ich war selbst Profi und kann erahnen, was in den Köpfen der Spieler vor sich geht. Das haben wir in der Analyse angesprochen und ich hatte den Eindruck, dass alle den gleichen Gedanken haben.“
Am Sonntag um 19:30 Uhr empfängt die Borussia den Tabellenachten SC Freiburg im Borussia-Park. Die Breisgauer starteten mit Niederlagen gegen den FC Augsburg und den 1. FC Köln, konnten jedoch gegen den VfB Stuttgart, Werder Bremen und 1899 Hoffenheim sieben Punkte sammeln und vier Zähler in der Europa-League-Saison einfahren.
„Ich habe mit Julian Schuster den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert und kenne ihn ein wenig besser“, sagte Polanski über das Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Freiburger Kapitän, der dem SC klare Prinzipien vermittelt hat. „Die Mannschaft spielt mit extrem viel Intensität um den ersten und zweiten Ball, sie schlagen die meisten langen Bälle und gewinnen viele zweite Bälle. Zudem haben sie gute Einzelspieler und viel Wucht nach vorne.“
Gladbach sollte sich gegen Freiburg nicht nur auf die Verteidigung konzentrieren, sondern idealerweise den Fokus auf sich selbst legen und sich an den Gegner anpassen, so Polanski. Angesichts der Personalsituation bleibt jedoch die Frage, wie viele Änderungen der Trainer vornehmen kann, um eine Trendwende einzuleiten.
Die mögliche Aufstellung könnte wie folgt aussehen: Nicolas – Diks, Elvedi, Chiarodia – Scally, Reitz, Engelhardt (Sander), Ullrich – Stöger (Neuhaus), Castrop – Machino.
Falls Polanski an einer Dreierkette festhält, könnte Fabio Chiarodia aufgrund seines Tempovorteils Marvin Friedrich vorgezogen werden. Im Mittelfeld ist unklar, ob Yannik Engelhardt oder Philipp Sander neben Rocco Reitz beginnen werden. Florian Neuhaus könnte ebenfalls in die Startelf rutschen.
„Flo hat ein gutes Spiel gemacht. Er hat versucht, Struktur ins Spiel zu bringen und war in der zweiten Halbzeit an vielen Aktionen beteiligt. Man hat gesehen, dass er ein sehr guter Fußballer ist, der vielleicht ein paar Freiheiten braucht, um sein Potenzial abzurufen“, sagte Polanski über Neuhaus, der in der ersten Halbzeit gegen Frankfurt eingewechselt wurde. „Die Chancen für die Startelf sind auf jeden Fall da.“
Außerdem könnte Wael Mohya in den Kader rücken. Das Top-Talent hat den 30-minütigen Einsatz in der U19-Mannschaft gut verkraftet und „hat gut trainiert und die ganze Woche bei uns mitgemacht“, so Polanski. Nico Elvedi wird trotz einer krankheitsbedingten verpassten Trainingseinheit zur Verfügung stehen, während bei Franck Honorat und Giovanni Reyan weiterhin Geduld gefordert ist.