Borussia Mönchengladbach: Trainerfrage und mögliche Lösungen
Borussia Mönchengladbach zeigt eine klare Tendenz in der Trainerfrage und verfolgt ein ähnliches Vorgehen wie in der Vergangenheit.
Am 22. März 2021 sorgte die Bild-Zeitung für Aufsehen, als sie berichtete, dass die Fohlen einen vielversprechenden Kandidaten für die Trainerposition ins Auge gefasst hatten: Xabi Alonso. Das Boulevardblatt behauptete sogar, dass der Deal bereits unter Dach und Fach sei.
Obwohl der damalige Sportdirektor Max Eberl tatsächlich Gespräche mit Alonso führte, entschied sich der frühere Mittelfeldspieler des FC Liverpool, Real Madrid und FC Bayern, ein weiteres Jahr bei Real Sociedad B zu bleiben, da er sich noch nicht bereit für den Profi-Bereich fühlte. Der Erfolg von Alonso, der in der Saison 2023/24 mit Bayer Leverkusen ungeschlagen das Double gewann, beweist jedoch, dass Eberl nicht grundlos Interesse an ihm hatte.
Unter der Leitung des heutigen Sportvorstands des FC Bayern hat Borussia Mönchengladbach eine Phase eingeleitet, in der namhafte Ex-Spieler für die Trainerposition in Betracht gezogen werden. Nachdem 2021 anstelle von Alonso Adi Hütter verpflichtet wurde und sich die Wege 2022 wieder trennten, tauchte der Name Vincent Kompany in den Medien rund um Gladbach auf.
Kompany, der seine Karriere beim Hamburger SV und Manchester City begann, startete seine Trainerlaufbahn beim RSC Anderlecht und wurde für die Fohlen interessant. Im Bestreben, Lucien Favre zur Rückkehr zu bewegen, verpasste Borussia jedoch das Zeitfenster des Belgiers. Kompany unterschrieb beim FC Burnley und wechselte 2024 auf Wunsch von Eberl zum FC Bayern.
Die Gladbacher haben ihr Interesse an ehemaligen Stars nicht verloren. Kürzlich wurde gemunkelt, dass Raúl dem VfL angeboten worden sei. Diese Informationen wurden von Sport Bild verbreitet, bevor dessen Berater Gines Carvajal und Alexis Portselis, die den ehemaligen Stürmer von Real Madrid und Schalke 04 in Deutschland vertreten, gegenüber Sky Sport ein Dementi abgaben.
In Anbetracht dieser Entwicklungen erscheint es wahrscheinlicher, dass Eugen Polanski, ein ehemaliger Profi mit weniger prominenter Karriere, die Zügel in der Hand halten wird. Der 39-Jährige, der seine Laufbahn bei Borussia begann und später für den FC Getafe, Mainz 05 und 1899 Hoffenheim spielte, ist offiziell „bis auf Weiteres“ Übungsleiter und die Wunschlösung von Sport-Geschäftsführer Roland Virkus.
„Wenn ich mir etwas wünschen kann, dann ist es, dass es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen“, äußerte Virkus vor dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr) in Bezug auf Polanski, der vereinsintern als Trainer der U17- (2021 bis 2022) und U23-Mannschaft (2022 bis 2025) bereits Erfolge vorweisen kann. Auch die Fans wünschen sich Polanski als dauerhafte Lösung, sofern er weiterhin überzeugende Arbeit leistet.