Borussia Mönchengladbachs Kaderplanung: Veränderungen im Mittelfeld, Stabilität in der Abwehr

Borussia Mönchengladbachs Kaderplanung: Veränderungen im Mittelfeld, Stabilität in der Abwehr

Der Kader von Borussia Mönchengladbach könnte im Mittelfeld Veränderungen erfahren. In der Abwehr hingegen bleibt die Situation stabil, wie Roland Virkus erläuterte.

Mönchengladbach – Sollte Julian Weigl den Verein verlassen, wird nach einem möglichen Ersatz gesucht. Dies erklärte Virkus nach dem zähen Bundesliga-Auftakt zwischen Borussia Mönchengladbach und dem Hamburger SV. Doch wie steht es um die Abwehr? Nach dem Transfer von Ko Itakura zu Ajax Amsterdam könnte auch hier eine Verstärkung nötig sein, um möglichen Personalproblemen im Laufe der Saison vorzubeugen.

Mit Stefan Lainer hat Borussia einen Rechtsverteidiger verloren, wodurch Joe Scally keinen direkten Konkurrenten hat. Virkus betonte jedoch, dass die Verantwortlichen darin kein Problem sehen: „Das sehen wir nicht so, weil wir dort Spieler wie Kevin Diks oder Jens Castrop haben, die auf der rechten Seite spielen können. So etwas muss die Vielseitigkeit im Kader abbilden.“

Diks fungiert gewissermaßen als Lückenfüller. Der Sommerneuzugang des FC Kopenhagen soll die Itakura-Lücke in der Innenverteidigung schließen und gleichzeitig auf die rechte Abwehrseite ausweichen, falls Scally ausfällt oder Trainer Gerardo Seoane eine andere taktische Ausrichtung in der Defensive wählt.

Letzteres ist derzeit jedoch unwahrscheinlich, da der US-amerikanische Nationalspieler körperlich robust ist und selten verletzt ausfällt. Zuletzt fehlte Scally beim Heimspiel gegen Mainz 05 am 25. Spieltag der vergangenen Saison, was auf eine Gelbsperre zurückzuführen war. Davor hinderte ihn ein positiver Corona-Test daran, am 7. Januar 2022 gegen den FC Bayern zu spielen.

„Es gibt die eine oder andere Position, auf der wir uns verbessern können. Wir haben bis nächsten Montag Zeit, um 20 Uhr wird die Entscheidung fallen“, sagte Virkus abschließend zur Kaderplanung. Ob dabei der Fokus auf die Abwehr gerichtet wird, scheint nach seinen vorherigen Äußerungen unwahrscheinlich.

Die Entscheidung von Gladbach, Diks großes Vertrauen zu schenken, ist nicht überraschend. Der indonesische Nationalspieler bringt Siegermentalität und Erfahrung mit und soll der zukünftige Abwehrchef werden. Allerdings birgt die Abhängigkeit von seiner Vielseitigkeit auch Risiken, da Diks in Bezug auf Verletzungen Vorsicht geboten ist.

Der 28-Jährige verletzte sich im April am Oberschenkel und verpasste daraufhin weite Teile der Meisterrunde der dänischen Superliga. Bei Borussia wurde Diks in der Vorbereitung kurzfristig durch eine Fußprellung ausgebremst, und im DFB-Pokal-Spiel gegen Atlas Delmenhorst musste er aufgrund muskulärer Probleme nach 45 Minuten ausgewechselt werden. Gegen den HSV hatte er daher nur einen kurzen Einsatz in der Schlussviertelstunde.

Von möglichen Zwangspausen könnte die zweite Reihe profitieren. Fabio Chiarodia wurde gegen Delmenhorst eingewechselt und feierte beim Bundesliga-Auftakt einen Startelfeinsatz. Von dem jüngsten Gladbacher Innenverteidiger wird in dieser Saison ein Fortschritt erwartet, ebenso wie von Scally.

Dennoch müssen die Borussen hoffen, nicht zu viele Ausfälle in der Abwehr zu erleiden. Die vergangene Saison verlief glimpflich, da Itakura nur in zwei Spielen fehlte, während Nico Elvedi und Luca Netz jeweils sieben Spiele verpassten und Marvin Friedrich in den letzten drei Spieltagen nicht einsatzfähig war. Vor allem Diks muss hoffen, so lange wie möglich fit zu bleiben – andernfalls droht den Fohlen ein größeres Problem.

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