Borussia Mönchengladbachs knapper Sieg gegen Atlas Delmenhorst

Borussia Mönchengladbachs knapper Sieg gegen Atlas Delmenhorst

Der knappe 3:2-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Atlas Delmenhorst hat bei den Anhängern für Enttäuschung gesorgt. Ein bemerkenswerter Satz von Trainer Gerardo Seoane ließ aufhorchen.

Mönchengladbach – Nach einem schwachen Auftritt im DFB-Pokal-Duell mit Atlas Delmenhorst lautet die Devise für Borussia Mönchengladbach: Mund abputzen und weitermachen. Dank der Tore von Doppelpacker Robin Hack und Siegtorschütze Nico Elvedi gelang der Einzug in die zweite Runde, jedoch ohne dass die Fohlen-Elf dabei besonders glänzte.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Gladbach in beiden Halbzeiten zahlreiche Möglichkeiten hatte, weitere Tore zu erzielen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Die Nachlässigkeit in der Offensive stellte jedoch einen der beiden großen Kritikpunkte dar. Der andere war das schwache Abwehrverhalten, das nicht nur bei den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit auffiel.

Als Gerardo Seoane am Sky-Mikrofon die 90 Minuten reflektierte, äußerte der Gladbacher Coach einen Satz, der aufhorchen ließ: „Wir hatten Mühe, uns auf die Spielweise des Gegners einzustellen, insbesondere auf die Kompromisslosigkeit in den Duellen und die äußeren Bedingungen.“ Dies wirft eine grundlegende Frage auf.

Hat Borussia Atlas unterschätzt oder liegt das Problem tiefer? Letzteres wäre ein ernstes Warnsignal, insbesondere da die Fohlen am Sonntagnachmittag gegen einen Oberligisten spielten. Als Bundesligist sollte man eine höhere Resistenz gegen Gegnerdruck und Zweikampfhärte erwarten.

Bereits in der Vergangenheit war es ein Thema, dass Gladbach unter hohem Pressing litt und zu wenig Ruhe am Ball hatte. Obwohl die Mannschaft durch Spieler wie Tim Kleindienst, Philipp Sander oder Kevin Diks eine gewisse Resilienz erlangt hat, besteht offenbar weiterhin Verbesserungsbedarf. Die neu formierte Doppelsechs aus Sander und Rocco Reitz hat daran bisher wenig geändert.

Die verpassten Torchancen wiegen in diesem Kontext umso schwerer. Anstatt die Partie früh zu entscheiden und dem Gegner die Hoffnung auf eine Überraschung zu nehmen, ließ Borussia Atlas lange im Spiel. Wenn eigene Gelegenheiten ungenutzt bleiben, ist es wichtig, wachsam und fokussiert zu bleiben – eine Anforderung, die in vielen Situationen nicht erfüllt wurde.

Insbesondere in solchen Phasen sind Führungsspieler gefragt, die ihre Mitspieler motivieren und die Konzentration steigern. Mit Tim Kleindienst fällt der wichtigste Akteur weiterhin aus, auf den neuen Kapitän hätte Seoane nur zu gerne zurückgegriffen.

„Wir müssen ein bisschen warten, bis er als Kapitän auflaufen kann. Wann das sein wird, kann man noch nicht prognostizieren“, sagte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus vor dem Anstoß bei Sky und betonte: „Es hängt immer davon ab, wie die Reha verläuft. Derzeit verläuft sie planmäßig.“ Bis zum Comeback des Stürmers sind andere Spieler gefordert, um mehr Widerstandskraft auszustrahlen.

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