Bouna Sarr steht vor dem Karriereende nach Verletzungsproblemen
Bouna Sarr gilt als einer der größten Transferflops in der Geschichte des FC Bayern München. Der Außenverteidiger steht nun offenbar vor einem endgültigen Abschied vom Verein.
Nach dem Ende seines Vertrags beim deutschen Rekordmeister im Sommer 2024 ist Sarr ohne Klub. Laut dem britischen Portal SportsBoom denkt der 33-Jährige ernsthaft über ein Karriereende nach. In München hatte der Senegalese mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, eine Phase, die im Bericht als „Verletzungs-Hölle“ beschrieben wird.
In seinen vier Jahren an der Isar kam der Verteidiger lediglich auf 33 Einsätze, was insgesamt nur 1.293 Minuten Spielzeit entspricht. Obwohl er 2020 für rund acht Millionen Euro verpflichtet wurde, fand er nie dauerhaft Anschluss an die erste Mannschaft und konnte die wenigen Chancen, die ihm gegeben wurden, nicht nutzen.
Zuvor hinterließ Sarr seine Spuren vor allem in Frankreich. Nach seiner Ausbildung beim FC Metz wechselte er 2015 zu Olympique Marseille, wo er zunächst als offensiver Flügelspieler begann und später zum rechten Verteidiger umgeschult wurde. Besonders in der Europa-League-Saison 2017/18 machte er auf sich aufmerksam, als Marseille das Finale erreichte. Seine Vielseitigkeit und Dynamik weckten das Interesse internationaler Topklubs, was schließlich zu seinem Wechsel nach München führte.
Doch dann begann eine dramatische Serie schwerer Verletzungen. Im Jahr 2022 fiel Sarr über zwei Monate wegen einer Patellasehnenproblematik aus. Eine anschließende Knieoperation führte dazu, dass er die Weltmeisterschaft in Katar absagen musste – ein schwerer Rückschlag für den Nationalspieler. Im November 2023 folgte der nächste Tiefschlag: ein Kreuzbandriss im linken Knie. Nach sechs Monaten Pause endete damit nicht nur sein Engagement in München, sondern möglicherweise auch seine Karriere als Profi.